Bethlehemacker

gebräuchliches Quartier Nr. 605 im Stadtteil Bümpliz-Oberbottigen der Stadt Bern From Wikipedia, the free encyclopedia

Bethlehemacker ist ein Quartier der Stadt Bern. Es gehört zu den 2011 bernweit festgelegten 114 gebräuchlichen Quartieren und liegt im Stadtteil VI Bümpliz-Oberbottigen, dort im statistischen Bezirk Bethlehem. Angrenzende Quartiere sind Ackerli, Holenacker, Eichholz, Altes Bethlehem und Blumenfeld. Im Westen grenzt es an den Grossen Bremgartenwald.[4]

Im gebräuchlichen Quartier betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 2134 Personen. Davon waren 48,6 Prozent Männer und 51,5 Prozent Frauen. 2024 wurden 21 Personen eingebürgert. 16 Geburten standen 25 Todesfällen gegenüber. Es wurden 17 Ehen geschlossen und es gab 5 Scheidungen. 1423 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 711 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 33.32 %).[2]
Es befanden sich dort 40 Arbeitsstätten[3] (Stand:31. Dezember 2023)

Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]

Weitere Informationen Altersklasse, Anz. Einw. ...
Altersklasse Anz. Einw. Anteil in %
0–6 (Vorschule) 134 6.28
7–15 (Schule) 211 9.89
16–19 (Ausbildung) 113 5.30
20–64 (Berufsphase) 1257 58.90
ab 65 (Rentner) 419 19.63
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Schnelle Fakten Wappen von BernGebräuchliches Quartier von Bern ...
Wappen von Bern
Bethlehemacker
Gebräuchliches Quartier von Bern
Karte von Bethlehemacker
Koordinaten 596283 / 199966
Höhenbereich 546–559 m ü. M.
Fläche 0,182 km²
Einwohner 2134 (31. Dez. 2024)[1]
Ausländeranteil 33.32 % (31. Dez. 2024)[2]
Arbeitsstätten 40 (31. Dez. 2023)[3]
Quartiernummer 605
Postleitzahl 3027
Statistischer Bezirk Bethlehem
Stadtteil Bümpliz-Oberbottigen
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Geschichte

Die Siedlung Bethlehemacker I entstand zwischen 1943 und 1947 in fünf Etappen und war vor allem für Bewohner mit kleinem Einkommen gedacht. Architekten waren insbesondere Hans und Gret Reinhard. Dazu wurden eine Schule und eine Kirche gebaut. Die Bauzeit war kurz, die finanziellen und bautechnischen Mittel waren beschränkt.[5] Wesentliche Teile der Siedlung sind heute im Bauinventar der Stadt Bern als schützenswert[6] und somit als kantonale Objekte (K-Objekte) klassifiziert.[7]

Die Siedlung Bethlehemacker II als Grossüberbauung wurde ab 1966 geplant und in den Jahren 1968 bis 1974 gebaut. Dazu gehören fünf Hochhäuser, und sie umfasst 872 neue Wohnungen. Ein Kindergarten, ein Geschäftszentrum und eine Autoeinstelhalle wurden mit gebaut. Für den Bau riss man Reihenhäuser der Siedlung I ab.[8][9]

Kultur, Bildung und Gewerbe

Die Schulanlage Bethlehemacker besteht aus einem Oberstufengebäude, einem Turnhallengebäude und fünf Schulpavillons. Die ältesten Teile der Anlage sind fast 70 Jahre alt. Für einen Ersatzneubau sind 63,6 Millionen Franken gesprochen. Die Schulpavillons sowie das Turnhallengebäude sollen saniert werden.[10] Der Neubau des Oberstufengebäudes wird das erste Plus-Energie-Schulhaus der Stadt Bern.[11]

Das Domicil Bethlehemacker als Kompetenzzentrum Demenz bietet 73 Betreuungs- und Pflegeplätze in Zweierzimmern. Diese können für Tages- und/oder Nachtaufenthalte genutzt werden und so auch betreuende Angehörige zeitweilig entlasten.[12] Die Reformierte Kirchgemeinde Bethlehem unterhält in Bethlehemacker eine Kirche und ein Gemeindezentrum.[13]

Ein Einkaufszentrum von Coop mit Baumarkt, Lebensmittelabteilung, Restaurant, Elektronik- und Möbelgeschäft dient der Versorgung und der Begegnung. Entlang der Eymattstrasse finden sich einige Läden und Gewerbe.

Verkehr

Die Strassenbahnlinie 8 und die Postautolinie 101 verbinden Bethlehemacker mit dem Zentrum. Der Bus 27 verkehrt tangential zwischen Niederwangen-Bahnhof und Weyermannshaus Bad. Die Autobahn A1 ist über die Ausfahrt Bern-Bethlehem schnell erreichbar.

Siehe auch

Einzelnachweise

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