Beyern

Stadtteil von Falkenberg/Elster From Wikipedia, the free encyclopedia

Beyern ist ein Ortsteil der Stadt Falkenberg/Elster im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster und befindet sich etwa sechs Kilometer nordwestlich der Kernstadt an der Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau.

Schnelle Fakten Stadt Falkenberg/Elster ...
Beyern
Koordinaten: 51° 37′ N, 13° 12′ O
Höhe: 83 m
Fläche: 13,4 km²
Einwohner: 418 (2000)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 04895
Vorwahl: 035363
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Geschichte

Ortsgeschichte

Teil aus der Cabinetskarte von Isaak Jacob von Petri mit Beyern (Beiern) um 1762
Beyern auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).

Die älteste bekannte Erwähnung Beyerns stammt aus dem Jahre 1419 (frühere Schreibweisen: 1419 Beygn, 1423 Beygern, 1495 Beiern).

Bis 1815 war das Dorf Beyern der südöstlichste Ort des Amtes Annaburg. Bereits im 16. Jahrhundert verfügte der Ort über einen eigenen Pfarrer. 1550 lebten in Beyern 25 besessene Mann, darunter 19 Anspänner, die unmittelbar dem Amt Lochau unterstanden. In Beyern wurde damals (germanisch/heidnisch) Landgeding, Landgauding (Versammlung/Gericht) gehalten. Der Veranstaltungsort befand sich vermutlich an heiliger Stelle der heutigen Kirche, wo eine „stolze“ Linde oder Eiche stand, umsäumt von weiteren Linden oder Eichen.

Am 31. August 1580 erfolgte in Freiberg die Belehnung über die Goldseifen Sanct Moises. Die Seifen, die eine Breite von 500 Lachtern und eine Länge von 1000 Lachtern hatten, befanden sich an einem Sandberg an der Beyerischen Grenze[1] schon auf dem Gebiet des angrenzenden Amtes Schlieben. Zu den fünf Gewerken gehörten die Stadt Freiberg und der Bergmeister Martin Planer.

Im Ort Beyern gab es eine Bockwindmühle. Sie wurde 1723 in das Dorf Drasdo umgesetzt.

Die Ortsflur grenzte mit den Dörfern Fermerswalde, Gräfendorf, Großrössen, Schmerkendorf, Kölsa und der Annaburger Heide.

Wüstungen Presitz und Richental

Die Wüstungen Presitz (frühere Schreibweisen: Prestewitz, Presicz, Bresewitz) & Reichenthal (frühere Schreibweise: Richental) gehörten auch zu Beyern. Vermutlich wurden diese Orte am Grenzgebiet der Mark Brandenburg wüst, während Ludwig der Ältere Markgraf der Mark Brandenburg (1323–1351) war.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Einwohnerentwicklung von Beyern ab 1875 bis 2000., Jahr ...
Einwohnerentwicklung von Beyern ab 1875 bis 2000.[2]
JahrEinwohner JahrEinwohner JahrEinwohner JahrEinwohner
1875500 1946679 1989450 1995428
1890500 1950701 1990428 1996426
1910500 1964543 1991415 1997435
1925516 1971525 1992411 1998422
1933491 1981468 1993421 1999419
1939481 1985462 1994418 2000418
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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereinsleben und regelmäßige Veranstaltungen

Traditionell fand alljährlich im Juli auf dem örtlichen Sportplatz das Dorffest statt, um dessen Gestaltung und Durchführung sich unter anderem der Sportverein „Frieden“ Beyern e. V. und der Kultur- und Freizeitklub des Ortsteiles kümmerten. Weitere ortsansässige Vereine sind unter anderem die Freiwillige Feuerwehr, welche am Ostersonntag das Osterfeuer und am letzten Samstag vor Weihnachten den Glühweinabend veranstaltet sowie der Seniorenclub.

Beyern wurde 2005 Sieger im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.[3][4]

Dorfkirche Beyern

Sehenswürdigkeiten

Die aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende Dorfkirche von Beyern befindet sich auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Die Kirche wurde ursprünglich aus Raseneisenstein erbaut, wovon allerdings nur noch die westlichen Mauerteile erhalten sind. 1861 erfolgte ein umfangreicher Umbau, wobei Backstein verwendet wurde.[3][4][5]

Ein 1738 erbautes Pfarrhaus ist das älteste Haus des Ortsteiles und befindet sich ebenfalls unter Denkmalschutz.[3][4][5]

Verkehr

Der Haltepunkt Beyern lag an der Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau und wird von den Zügen inzwischen ohne Halt durchfahren.

In Beyern geborene Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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