Bichiș

Gemeinde in Rumänien From Wikipedia, the free encyclopedia

Bichiș [ˈbiciʃ] (deutsch Buchendorf, ungarisch Magyarbükkös oder Bükkös) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Schnelle Fakten BichișBuchendorf Magyarbükkös, Basisdaten ...
Bichiș
Buchendorf
Magyarbükkös
Bichiș (Rumänien)
Bichiș (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 22′ N, 24° 5′ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:342 m
Fläche:46,55 km²
Einwohner:715 (1. Dezember 2021[1])
Bevölkerungsdichte:15 Einwohner je km²
Postleitzahl:547120
Telefonvorwahl:(+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen:MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2])
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Bichiș, Gâmbuț, Nandra, Ozd
Bürgermeister :Ferencz-Attila Mihály (UDMR)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 42
loc. Bichiș, jud. Mureș, RO–547120
Website:
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Geographische Lage

Lage der Gemeinde Bichiș im Kreis Mureș

Die Gemeinde Bichiș liegt im Norden des Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) – Teil des Siebenbürgischen Beckens – im Südwesten des Kreises Mureș. Am Oberlauf des Baches Ațintiș – ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 153F befindet sich der von Magyaren mehrheitlich bewohnte Ort Bichiș 15 Kilometer südlich von der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 60 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte

Der Ort Bichiș wurde nach unterschiedlichen Angaben 1296[3] oder 1303 erstmals urkundlich erwähnt.[4]

Auf eine Besiedlung des Gemeindeareals weisen archäologische Funde auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Ozd (Thürendorf) in die Römerzeit.[5] Im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) in dem von den Einheimischen Lotrul Domnișoarei genannten Gebiet deuten Funde auf eine Besiedlung in die Jungsteinzeit hin.[6] Archäologische Objekte werden im Museum in Târgu Mureș aufbewahrt.[4]

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosújvár in der Gespanschaft Unterweißenburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Das Gemeindewappen ist seit 2013 beantragt; 2019 noch nicht erstellt.[7]

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde Bichiș entwickelte sich wie folgt:

Weitere Informationen Volkszählung, Ethnie ...
Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.065 977 899 1 188
1941 2.843 1.162 1.583 6 92
1992 1.081 299 703 - 79
2002 1.039 286 644 - 109
2011 805 226 479 - 100
2021 715 228 373 - 114
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Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren (1.723) wurde 1920, die der Roma (183) 1850 und die der Rumäniendeutschen (10) 1900 registriert.[8]

Sehenswürdigkeiten

  • Im eingemeindeten Dorf Ozd – mehrheitlich von Magyaren bewohnt – das Schloss Pekry-Radák,[9] nach unterschiedlichen Angaben 1705 oder 1709[10] erneut errichtet und 1732 fertiggestellt, steht das dem Zerfall geweihte Schloss unter Denkmalschutz.[6]

Persönlichkeiten

  • Johann Kemény (1607–1662), war Fürst von Siebenbürgen
  • István Horváth (1909–1977), geboren in Ozd, war ein siebenbürgisch-ungarischer Dichter und Schriftsteller.[11]
Commons: Bichiș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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