Big Machine Records

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Big Machine Records ist ein unabhängiges Plattenlabel mit Sitz in Nashville, Tennessee, USA. Big Machine ist bekannt für die Karriereentwicklung einiger der bekanntesten Namen in der Musikbranche.

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Geschichte

Big Machine Records wurde am 1. September 2005 von Scott Borchetta gegründet, einem ehemaligen leitenden Angestellten bei DreamWorks Records und Universal Music Group. Die Gründung des Labels erfolgte mit dem Ziel, ein innovatives und künstlerfreundliches Umfeld zu schaffen, das auf die Bedürfnisse aufstrebender Musiker eingeht. Der Name basiert auf einem Song von Velvet Revolver.[1] Zu Beginn war es ein Joint Ventue mit Toby Keiths Label Show Dog, sie trennten sich aber einvernehmlich 2006 wieder, wobei Keith jedoch weiterhin Anteilseigner blieb.[2]

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Big Machine war die Unterzeichnung der aufstrebenden Country-Musikerin Taylor Swift im Jahr 2005, die erst den Grundstein zur Labelgründung legte. Swifts Vertrag mit Big Machine ermöglichte ihr den Aufstieg zum Superstar und machte sie zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen des 21. Jahrhunderts.[3] Neben Swift waren die ersten Vertragsunterzeichner Jack Ingram und Danielle Peck. Die erste Veröffentlichung wurde ein rerelaes von Jack Ingrams 2004er Livealbum Live: Wherever You Are.[4] Mit der Single Wherever You Are erreichte das Label auch erstmals Platz 1 der Billboard Hot Country Songs.[5]

2006 erschien das Album Taylor Swift, das selbstbetitelte Debütalbum von Swift, das den Grundstein für ihre beispiellose Karriere bildete und der erste Mainstream-Erfolg für das Label wurde.[3][6] 2009 verließ Peck das Label wieder.[7]

In den folgenden Jahren erweiterte Big Machine sein Künstlerportfolio um weitere Musiker und Bands, darunter Rascal Flatts, Tim McGraw, Reba McEntire und Florida Georgia Line. Das Label gewann schnell an Ansehen in der Countrymusikszene und erlangte auch in der Popmusikbranche Anerkennung.[1]

2012 schloss Borchetta einen Vertriebsdeal mit Clear Channel (später IHeartMedia), damit seine Künstler Tantiemen aus Radio-Airplay erhalten.[8]

Streit mit Spotify

Am 3. November 2014 ließ Taylor Swift auf dem damaligen Höhepunkt ihrer Karriere alle Musik von der Streaming-Plattform Spotify entfernen.[9] Justin Moore und Brantley Gilbert taten ihr es gleich.[10] Spotify versuchte die Künstlerin mit einer Marketing-Kampagne zurückzugewinnen.[11] 2015 behauptete Brochetta, das Taylor Swift alleine mit dem Abspielen ihrer Musikvideos auf Vevo mehr verdient hättte, als über Spotify. Erst 2017 einigten sich beide Seiten.[12][13]

2018 verließ Taylor Swift Big Machine und ging zur Universal Music Group. Die Rechte an den ersten sechs Alben verblieben bei Big Machine.[14]

Übernahme durch Ithaca Holdings

Im Oktober 2018 wurde Big Machine zum Verkauf angeboten. Nach mehreren Geboten, unter anderem der Macquarie Group, Evan Spiegel und der Universal Music Group ging das Label am 30. Juni 2019 für geschätzte 300 Millionen US-Dollar an Ithaca Holdings von Scooter Braun.[15][16] Taylor Swift war damit nicht einverstanden, da somit die Master-Rechte an ihren alten Alben veräußert wurden. Dies führte zu einem jahrelangen Rechtsstreit, der schließlich damit endete, das Taylor Swift ihre ersten sechs Alben neu einspielte und über Republic Records veröffentlichte.[17] Erst 2025 konnte sie die rechte an den Masterbändern über eine Drittfirma zurückerwerben.[18]

Übername durch die Hybe Corperation

Am 2. April 2021 wurde bekannt, das die südkoreanische Firma Hybe Corporation (ehemals Big Hit Music) Ithaca Holdings für 1,05 Milliarden US-Dollar und damit auch Big Machine erworben hatte. Borchetta verblieb als CEO in der Firma.[19][20] Im Februar 2026 verließ Borchetta überraschend Hybe und kündigte an, Big Machine als Brand weiterzuführen, während Hybe die Vermögenswerte, den Vertriebsvertrag, das Verlagshaus Big Machine Music und eine Reihe von Talenten, die derzeit zum Label gehören, darunter Thomas Rhett, Brett Young, Midland, Justin Moore, Carly Pearce, Preston Cooper, Jackson Dean und Mae Estes behält.[21][22] Ein neuer Name wurde bislang noch nicht bekannt gegeben.

Imprints

Valory Music

2007 wurde als erstes Imprint Valory Music Co. gegründet. Künstler waren unter anderem Jimmy Wayne, Jewel, The Mavericks, Thomas Rhett und Justin Moore.[23] 2008 ging das Label eine Partnerschaft mit Midas Records für die kanadischen Künstler Adam Gregory und Emerson Drive ein.[24] 2009 kam Reba McEntire hinzu.[25]

Nashville Harbor Records & Entertainment

Zusammen mit Universal Republic Records formte man 2009 das Label Republic Nashville. Größte Künstlerin war Sunny Sweeney.[26] 2016 wurde Republic Nashville zu BMLG Records, nachdem Big Machine die kompletten rechte übernahm.[27] 2024 erfolgte eine weitere Umbenennung zu Nashville Harbor Records & Entertainment.[28] Derzeit stehen dort Riley Green, Lady A und Brett Young unter Vertrag.

Dot Records

Dot Records war ein legendäres US-amerikanisches Label aus Nashville, das in den 1950ern den Rhythm-and-Blues-Markt bediente und 1957 in Paramount aufging. Der Name blieb bis 1978 mit einem kleinen Revival von 1985 bis 1986 unter wechselnden Labeln. Nig Machine Records brachte die Firma von 2014 bis 2017 zurück. Maddie & Tae, Drake White und Steven Tyler veröffentlichten dort bis zur Schließung 2017 Musik.[29][30]

Nash Icon Records

Im Jahr 2014 gab Big Machine eine Partnerschaft mit Cumulus Media bekannt, um Nash Icon Music zu gründen, e das als Ableger der Marke Nash FM von Cumulus fungieren sollte und sich auf aktive Country-Künstler konzentriert, die in den 1990er und frühen 2000er Jahren Mainstream-Ruhm erlangten. Cumulus betrieb auch einen gleichnamigen Radiosender mit einem ähnlichen Schwerpunkt.[31][32]

Am 21. Oktober 2014 wurde Reba McEntire als erste Künstlerin unter Vertrag genommen. Nash Icon Records wurde 2018 in Big Machine Records integriert.[33]

Big Machine/John Varvatos Records

John Varvatos Records war ein 2014 gegründetes Joint Venture zwischen John Varvatos und Republic Records, das 2018 zr Big Machine Label Group kam. Derzeit sind dort Badflower, Ayron Jones und The Struts unter Vertrag.[34]

Künstler

Derzeitige Künstler

Ehemalige Künstler (Auswahl)

Einzelnachweies

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