Big Zis

Schweizer Rapperin From Wikipedia, the free encyclopedia

Big Zis (* 1. Mai 1976 in Winterthur; bürgerlich Franziska Schläpfer) ist eine Schweizer Rapperin aus Winterthur im Kanton Zürich. Ihr Künstlername kommt von ihrem Vornamen Fran-Zis-ka.

Schnelle Fakten
Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Und jetz … was hät das mit mir z tue?
 CH6515.02.2009(2 Wo.)
4xLove:2
 CH930.08.2020(2 Wo.)
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Leben

Mit 16 zog die Winterthurerin nach Zürich in die Hausbesetzerszene, wo sie zum Hip-Hop fand. Big Zis absolvierte eine Lehre als Zimmerin und arbeitete auf Baustellen.[2] Im Sommer arbeitete sie auf der Alp. Daneben begann sie Musik zu machen und gewann erste Preise. Sie holte die Matura nach, begann ein Studium in Filmwissenschaft und Philosophie, das sie aber wieder abbrach.[3] Zum Rap kam sie, als sie 1995 die Rapper von Gleiszwei kennenlernte. 1998 war sie gemeinsam mit Bligg auf einem Tonträger, dem «Zürislang»-Sampler, zu hören. War der Stil auf dem ersten Album noch klarer Hip-Hop mit Electro-Einflüssen, hat sich dieser mittlerweile zu rockigeren und punkigeren Tönen hin bewegt. Die meisten Texte sind schweizerdeutsch und provozieren mit Inhalt und deftigem Vokabular, das aber selten den ironischen Unterton verliert. Ihre Fäkalsprache ist Thema im Song Zis darf alles. Andere Songs erzählen eher nachdenkliche Geschichten wie beispielsweise Kontra oder Gsee nüüt. Mit Songs wie B.I.G.Z.I.S oder im Video Hunger nimmt sie die Überheblichkeit und Klischees in der Hip-Hop-Szene aufs Korn. Auf dem Album «Dörf alles» sind auch Knarf Rellöm und DJ Patex aus Hamburg vertreten.

Das dritte Album, «Und jetz … was hät das mit mir z tue?», erschien 2009. Es erhielt in der Schweizer Presse wohlwollende Kritiken und wurde 2010 an den Swiss Music Awards mit dem Jury-Preis ausgezeichnet[4]. Als Hauptproduzenten traten Marton di Katz und Valentino Tomasi aus dem Umfeld von Kalabreses Rumpelorchester in Erscheinung. Im Studio und auf der Bühne arbeitete sie mit zahlreichen Schweizer Rap-Grössen und Musikern wie Greis, Kutti MC, Sophie Hunger und Diens (Wurzel 5), Nadja Zela, Gleiszwei, paar@ohrä, Dj Mad Madam, Valentino Tomasi zusammen. Auf die Umsetzung ihrer Tracks in bewegte Bilder legt Big Zis grossen Wert. Bei den Musik-Clips zu Hyphe Myzel Hype (2017), Au79 (2020), Kiss Them Goodnight (2020) und hang (2020) führte sie selbst Regie.[5] Die Dreharbeiten zum Clip 4xLove (2021) fanden teilweise am Rhonegletscher statt.[6] Hyphe Myzel Hype war 2017 am Filmfestival Münster zu sehen[7], AU79 wurde 2020 als Best Swiss Videoclip ausgezeichnet.[8]

Sie ist Mutter von drei Kindern.[9]

Diskografie

  • 2001: Quotäreglär (EP)
  • 2002: Keini So
  • 2002: Hunger (Maxi)
  • 2005: Dörf Alles
  • 2009: Und jetz … was hät das mit mir z tue?
  • 2009: Suure Räge Remixes Vol. I (Maxi)
  • 2009: Suure Räge Remixes Vol. II (Maxi)
  • 2012: 819 215 1/3 (EP)
  • 2013: Losed si Frau Küenzi (Single)
  • 2014: 819 215 2/3 (EP)
  • 2016: 819 215 3/3 (EP)
  • 2017: Hyphe Myzel Hype (Single)
  • 2019: Béyond (EP)
  • 2020: 4xLove:2
  • 2021: H.O.N.I.G. (Single)
  • 2025: B:I:G
  • 2026: Big Hug

Auszeichnungen

  • 2002: Werkjahr des Popkredits der Stadt Zürich[10]
  • 2010: Jury Award an den Swiss Music Awards für das Album Und jetz … was hät das mit mir z tue?
  • 2020: BestSwissVideoClip mit AU79, Regie Franziska Schläpfer (BigZis)[11]
  • 2020: Schweizer Musikpreis
  • 2021: Kunstpreis der Stadt Zürich[12]

Einzelnachweise

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