Bill Ballantine

britisch-neuseeländischer Meeresbiologe From Wikipedia, the free encyclopedia

William James Ballantine MBE QSO, besser bekannt als Bill Ballantine, (* 1937 in Leicester; † 1. November 2015 in Auckland City) war ein britisch-neuseeländischer Meeresbiologe, dessen Beharrlichkeit die Art und Weise, wie wir die Ozeane schützen, weltweit revolutioniert hat. Oft wird er auch Vater der Meeresschutzgebiete Neuseelands genannt.

Leben

William James Ballentine kam 1937 im englischen Leicester zur Welt, er studierte zunächst am Downing College der University of Cambridge und erwarb dort seinen MA anschließend erwarb er einen PhD am Queen Mary College der University of London. Der Titel seiner Thesis lautete „The population dynamics of Patella vulgata and other limpets“[1] Sein Weg führte nach Neuseeland, wo er 1964 der erste Direktor des Leigh Marine Laboratory der Universität Auckland wurde. Bereits nach kurze Zeit erkannte er, dass man für qualifizierte, aussagekräftige Forschungserfolge ungestörte Meeresgebiete auch in den Küstenregionen benötigte. Trotz einen heftigen Widerstand der ihm von Fischern, Politikern, aber auch Fachkollegen, die solche No-Take Zone für überflüssig hielten, begann er einen kontinuierlichen Kampf für besondere Meeresschutzgebiete, in denen keine Meeresbewohner entnommen werden dürfen, sein Konzept der No-Take Zonen verbietet sogar die Entnahme von leeren Muschelschalen oder Treibholz, da auch sie Teil des ökologischen Kreislaufs sind. Sein unermüdlicher Einsatz mündete in der Verabschiedung des Marine Reserve Act und der Einrichtung des Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve Schutzgebietes[2] direkt beim Leigh Marine Laboratory im Jahre 1975.

Er verstarb unerwartet am 1. November 2015 im Auckland City Hospital. Kurz zuvor hatte er trotz nachlassender Gesundheit noch das Hauraki Gulf Marine Park Seminar besucht.[3]

Auszeichnungen

Für sein Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen neben der Aufnahme in den Order of the British Empire und der Aufnahme in den Queen’s Service Order, wurde ihm 1996 der Goldman Environmental Prize verliehen.

Einzelnachweise

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