Birgland

Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Birgland ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Birgland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birgland hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 26′ N, 11° 37′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Illschwang
Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 62,43 km²
Einwohner: 1828 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92262
Vorwahl: 09666
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 116
Gemeindegliederung: 42 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Dorfplatz 2
92278 Illschwang
Website: www.birgland.de
Erste Bürgermeisterin: Brigitte Bachmann (SPD[2])
Lage der Gemeinde Birgland im Landkreis Amberg-Sulzbach
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Birgland

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Oberpfalz-Nord nahe der Bundesautobahn 6 zwischen den Ausfahrten Alfeld und Sulzbach-Rosenberg etwa 15 km südlich der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die Entfernung nach Nürnberg beträgt zirka 50 km. Die mittlere Höhenlage ist etwa 600 m ü. NHN. Höchste Erhebung ist der Poppberg mit ungefähr 653 m ü. NHN. Dieser ist zugleich die zweithöchste Erhebung der Fränkischen Alb. Durch die Gemeinde Birgland verläuft die europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Die Kirche in Poppberg steht genau auf der Wasserscheide; das Regenwasser von der nördlichen Dachhälfte fließt zum Rhein, das von der südlichen zur Donau.

Gemeindegliederung

Es gibt 42 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]

Es gibt die Gemarkungen Betzenberg, Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg mit Wolfertsfeld, Gronatshof und Matzenhof, Schwend und Sunzendorf.

Größere Gemeindeteile

  • Wolfertsfeld
Um 1600 drittgrößtes Dorf und heute eines der kleinsten mit 32 Einwohnern; einer der Austragungsorte des Jura-Hills-Reggae-Festivals 1994
  • Frechetsfeld
  • Fürnried
Das Kirchdorf (evangelische Kirche Sankt Willibald mit romanischem Turm aus dem 12. Jahrhundert), 1043 als forha (vermutlich von Föhre) erstmals urkundlich erwähnt, wurde mehrmals bei Dorfverschönerungswettbewerben ausgezeichnet.
  • Poppberg
Der höchstgelegene Ort des Oberpfälzer Juras mit seiner Burgruine Poppberg auf dem Poppberg (ca. 653 m ü. NHN)
  • Lichtenegg
Mit der Burgruine Lichtenegg
  • Schwend
  • Sunzendorf

Geschichte

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden

Nach neueren Erkenntnissen, die in der Kurz- und Langfassung zur Ortschronik Weigendorf von Heinz Leisering niedergelegt sind, ist die Burg Lichtenegg wahrscheinlich vom 11. zum 12. Jahrhundert erbaut worden. Eigentümerin der Burgruine ist die Gemeinde Birgland. Der Standpunkt der Burgruine bietet einen Ausblick nach Mittelfranken, ins Fichtelgebirge, in den Bayerischen Wald und in den Oberpfälzer Wald. Die Kelten nutzten in vorgeschichtlicher Zeit den Ort als Fliehburg. Als erste Burgherren wurden um 1050 die Sulzbacher Grafen genannt. Später wurde Lichtenegg die Stammburg der Preysings. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Vorläufer der heutigen Gemeinde, die Gemeinden Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend.

Gemeindefusion und Eingemeindungen

Birgland entstand im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend.[5] Am 1. Mai 1978 schloss sich noch die Gemeinde Sunzendorf an.[6]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1586 auf 1798 um 212 Einwohner bzw. um 13,4 %.

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1658 1621 1601 1639 1709 1763 1815 1834 1777
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Religion

In der Gemeinde gibt es drei evangelische Kirchen, in denen regelmäßig Gottesdienste abgehalten werden: die Christuskirche in Schwend, die Martin-Luther-Kirche in Poppberg und St. Willibald in Fürnried. Die katholische Gemeinde wird von der Pfarrei in Heldmannsberg mit betreut, der Gottesdienst findet dann in der Simultankirche St. Willibald in Fürnried statt, die bereits seit 1653 simultan genutzt wird. Birgland zählt zu den neun Gemeinden im Nordwesten der Oberpfalz, in der die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist.[7]

Politik

Gemeinderatswahl 2020[8]
(in %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,12
33,01
24,88
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c CSU einschließlich FWG
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Birgland (15. März 2020)
   
Insgesamt 12 Sitze

CSU einschließlich FWG

Bürgermeisterin

Erste Bürgermeisterin ist Brigitte Bachmann (SPD). Diese wurde bei der Wahl im März 2014 zum ersten Mal ins Amt gewählt. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde sie mit 60,40 % der Stimmen wiedergewählt.[9]

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat zwölf Sitze. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1512 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Birgland 1171 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 77,45 % lag.[10]

Wappen

Blasonierung: „In Rot über grünem Fünfberg eine silberne Quadermauer mit zwei Zinnen, darüber zwei silberne heraldische Lilien.[11][12]
Wappenbegründung: Die beiden sulzbachischen Lilien im Wappen symbolisieren die geschichtlichen Beziehungen des Ortes zu den Grafen von Sulzbach. Diese waren einst Besitzer der Burgen Lichtenegg und Burg Poppberg sowie des Klosters Kastl, das als Grundherrschaft im Ort dominierte. Die Zinnenmauer stammt ursprünglich aus dem Wappen der Grafen von Preysing, von welchen auf Lichtenegg eine Seitenlinie der Familie von 1580 bis 1759 ansässig war. Der Fünfberg steht für die 1972 im Rahmen der Gebietsreform zur neuen Gemeinde Birgland (Bergland) zusammengeschlossenen Orte Eckeltshof, Frechetsfeld, Fürnried, Poppberg und Schwend und deutet zugleich auf den Namen hin.

Baudenkmäler

Wanderwege

Birgland verfügt über zahlreiche Wanderwege, darunter den Birgland-Rundwanderweg und Teile des Anton-Leidinger-Wegs.

Bildung

Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 58 Kindern
  • Grundschule: 1. und 2. Klasse

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Birgland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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