Birresborn

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Birresborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an. Birresborn ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Birresborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Birresborn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 11′ N,  38′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Gerolstein
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 20,87 km²
Einwohner: 1050 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54574
Vorwahlen: 06594, 06599 (Rom)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Kyllweg 1
54568 Gerolstein
Website: www.birresborn.de
Ortsbürgermeisterin: Christiane Stahl
Lage der Gemeinde Birresborn im Landkreis Vulkaneifel
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Geographie

Birresborn, Luftaufnahme (2015)

Birresborn liegt etwa sechs Kilometer südlich von Gerolstein auf 350 m ü. NHN im Kylltal.

Zu Birresborn gehören auch die Wohnplätze Jagdhaus Waldfried, Mineralbrunnen und Vulkanhof, sowie der Ortsteil Rom.[3]

Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Gerolstein sieben Kilometer, Michelbach (Ortsteil von Gerolstein) vier Kilometer, Salm acht Kilometer, Mürlenbach vier Kilometer, Kopp vier Kilometer und Büdesheim neun Kilometer.

Berge

  • Rödelkaul (592,3 m ü. NHN)[4]
  • Daxberg (548,5 m ü. NHN)[4]
  • Goldberg (528,9 m ü. NHN)[5]
  • Vulkan Kalem (512,8 m ü. NHN)[5]

Gewässer

  • Kyll
  • Fischbach
  • Schlemmbach

Mineralquellen

Lindenquelle

Adonis-Quelle

Die Adonis-Quelle liegt inmitten des Orts und ist seit November 2003 wegen Verunreinigung geschlossen. Der ebenfalls vorhandene Quelltempel in der Nähe der Kyllbrücke, in dem bis zuletzt kostenlos das Mineralwasser der Adonis-Quelle getrunken und auch abgefüllt werden konnte, ist seither geschlossen.[6][7]

Lindenquelle

Die Lindenquelle liegt rund vier Kilometer nördlich von Birresborn auf dem Weg nach Gerolstein. Der hier noch verbliebene Quellpavillon steht unter Denkmalschutz und ist seit dem 3. Juli 2009[8] restauriert und auch das Mineralwasser sprudelt wieder. Von den Verunreinigungen der Adonisquelle ist die Lindenquelle nicht betroffen. Hier kann nun ganzjährig kostenlos Wasser getrunken werden.[9]

Naturschutzgebiete

  • Vulkan Kalem
  • Eishöhlen und Fischbachtal
  • Im Felst
  • Hundsbachtal
Panorama Birresborn

Vorlage:Panorama/Wartung/Para4

Geschichte

„Birresboa Luhkleppel“ (Birresborner Lohknüppel), Bronzestatue vor dem Rathaus

Der Ortsname lässt sich frühestens bis ins 8. Jahrhundert zurückdatieren[10] und geht wahrscheinlich auf das althochdeutsche bür=Wohnung, Haus zurück. Er taucht gesichert zum ersten Mal am 13. August 762 als Birgisburias in Carasco in einer Schenkungsurkunde König Pippins des Jüngeren für das Kloster Prüm auf.[11]

Der Birresborner Bereich des Kylltales war während der römischen Epoche wahrscheinlich noch nicht besiedelt. Aufgrund der umfangreicheren archäologischen Funde auf den umliegenden Hügeln ist für diese jedoch von römerzeitlicher Besiedlung auszugehen.

15. Juni 18710Birresborn wird mit der Eröffnung der Eifelbahn zwischen Gerolstein und Trier an das deutsche Schienennetz angebunden.
14. Mai 19080Die Birresborner Lindenquelle wird als gemeinnützig anerkannt.
20. Februar 19140Staatliche Anerkennung der Mineralquellen als Heilquellen (siehe auch Heilwasser).
25. Dezember 19440Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird ein großer Teil von Birresborn durch einen Luftangriff der Alliierten zerstört.
7. November 19700Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wird Birresborn zusammen mit 14 weiteren Gemeinden vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[12]
11. November 20030Der Mineralbrunnen Birresborner Phönix Sprudel wird auf Grund von Verunreinigungen geschlossen.[7]
24. Mai 20090Die Gemeinde feiert ein „Historisches Dorffest“ mit mehr als 3.500 Besuchern aus dem In- und Ausland.
26. Mai 20130Die Gemeinde feiert ihr 1250-jähriges Jubiläum im Rahmen eines „Waldfestes“ – der Wald stellt die wichtigste Einnahmequelle für Birresborn dar.[13]
15. Juli 2021 Große Teile des Ortskerns werden erheblich in Mitleidenschaft gezogen, als durch Starkregen beim Hochwasser 2021 der Fluss Kyll und der Fischbach im Ort innerhalb weniger Stunden ungewöhnlich hoch ansteigen. Der Pegel der Kyll ist normalerweise um etwa 90 cm – dieser Wert wurde mit einem Höchststand von 450 cm um ein Vielfaches überschritten.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Birresborn besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
Wahl SPD CDU WGR WGR Gesamt
202465516 Sitze[14]
201951116 Sitze[15]
201443916 Sitze
200964616 Sitze
200451116 Sitze
1999510116 Sitze
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Ortsbürgermeister

Weitere Informationen Amtsantritt, Ende der Amtszeit ...
AmtsantrittEnde der AmtszeitNameBemerkungen
29. Nov. 19529. Juni 1970Josef Stadtfeld
10. Juni 19709. Okt. 1970Peter Wirtzzurückgetreten
9. Okt. 197022. Okt. 1970Hans Heinenals 1. Beigeordneter nach dem Rücktritt von Wirtz0
23. Okt. 197030. Nov. 1982Anton Karls
1. Dez. 19822009Josef Bach[16]
20092014Michael Zander[17]
201421. Juni 2019Gordon Schnieder (CDU)[18]0
21. Juni 2019Christiane Stahl[19][20]
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Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 konnte Christiane Stahl ihr Amt mit 52,3 % der Stimmen knapp gegen eine Kandidatin der CDU verteidigen.[21]

Wappen

Wappen von Birresborn
Wappen von Birresborn
Blasonierung: „In Blau über einem silbernen Dreiberg, darin ein schräglinkes grünes Eichenblatt, ein silberner Springbrunnen mit viergeteiltem Wasserstrahl.“
Wappenbegründung: Der Springbrunnen weist auf „Born“ (Brunnen) im Ortsnamen sowie auf die Mineral- und Heilquellen hin, der Dreiberg mit dem Eichenblatt symbolisiert die waldreiche und bergige Umgebung des Ortes.

Verkehr

Schienenverkehr

Der Haltepunkt Birresborn liegt an der Eifelstrecke (Köln Euskirchen – Gerolstein Trier). Es handelt sich um einen Bedarfshalt, der von den Zügen des Schienenpersonennahverkehrs der Linie RB 22 bedient wird:[22]

Weitere Informationen Linie, Verlauf ...
Linie Verlauf Takt
RE 22
RB 22
Eifel-Express:
Köln Messe/Deutz Köln Hbf Köln West Köln Süd Erftstadt Weilerswist Euskirchen Mechernich Kall (Gattungswechsel RE/RB)Urft (Steinfeld) Nettersheim Blankenheim (Wald) Schmidtheim Dahlem (Eifel) Jünkerath Lissendorf Oberbettingen-Hillesheim Gerolstein Birresborn Mürlenbach Densborn Usch/Zendscheid St. Thomas Kyllburg Bitburg-Erdorf Hüttingen Philippsheim Speicher Auw an der Kyll Daufenbach Kordel Ehrang Pfalzel Trier Hbf
(aufgrund von Elektrifizierungsarbeiten wechselnde Abschnitte längerfristig im Schienenersatzverkehr)
Stand: 16. Juni 2025
60 min
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Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT).

Straßen

Birresborn liegt unmittelbar an der Landesstraße 24.

Schulen

  • Grundschule Birresborn (1. – 4. Klasse)

Kirche

St. Nikolaus, Südseite

Birresborn ist ein Ort mit Bürgern vorwiegend katholischer Konfession. Der Pfarrgemeinde St. Nikolaus gehören auch noch die Gemeinden St. Matthias Kopp, St. Lucia Mürlenbach und Maria Magdalena Densborn an.

Die Pfarrgemeinde gehört zum Bistum Trier.

Sehenswürdigkeiten

  • Eishöhlen, Mühlsteinbrüche
  • „Adam & Eva“, über 200 Jahre alte Kiefern. Beide wurden 2020 auf Gemeinderatsbeschluss gefällt.[23]
  • Lindenquelle
  • Kyllbrücke[24]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 2004, 6. November: Peter Peters (1924–2009)[25]
  • 2015, 1. Juni: Josef Bach (1941–2019)[26] Bach wurde bereits im Jahre 1991 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet[27].

In Birresborn geboren

Weitere mit Birresborn verbundene Persönlichkeiten

  • Patrick Schnieder (* 1968), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2009, Bundesminister für Verkehr seit 2025
  • Gordon Schnieder (* 1975), Politiker (CDU), Abgeordneter im Landtag von Rheinland-Pfalz
  • Christian Humberg (* 1976), Autor, Übersetzer, Lektor und Journalist, hat von 1976 an in Birresborn gelebt
Commons: Birresborn – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Birresborn – Reiseführer

Einzelnachweise

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