Bischofstetten

Marktgemeinde im Bezirk Melk, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Bischofstetten ist eine Marktgemeinde mit 1196 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Bischofstetten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Bischofstetten
Bischofstetten (Österreich)
Bischofstetten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Melk
Kfz-Kennzeichen: ME
Fläche: 19,02 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 15° 28′ O
Höhe: 274 m ü. A.
Einwohner: 1.196 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3232
Vorwahl: 02748
Gemeindekennziffer: 3 15 04
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenplatz 3
3232 Bischofstetten
Website: bischofstetten.at
Politik
Bürgermeisterin: Gerlinde Muhr (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
12
5
2
12 5 2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Bischofstetten im Bezirk Melk
Lage der Gemeinde Bischofstetten im Bezirk Melk (anklickbare Karte)BerglandDunkelsteinerwaldErlaufSt. OswaldWeiten
Lage der Gemeinde Bischofstetten im Bezirk Melk (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Bischofstetten liegt im Hügelland des niederösterreichischen Mostviertels siebzehn Straßenkilometer südwestlich von St. Pölten. Das größte Gewässer ist die Sierning, die das Gemeindegebiet in einer Höhe von 270 bis 250 Meter über dem Meer von Südwesten nach Nordosten durchfließt. Im Süden steigt ein bewaldeter Höhenrücken bis auf 450 Meter an.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 19 Quadratkilometer. Davon werden 69 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 24 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Bischofstetten.

Nachbargemeinden

Hürm St. Margarethen an der Sierning
(Bezirk St. Pölten)
Ober-Grafendorf
(Bezirk St. Pölten)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Weinburg
(Bezirk St. Pölten)
Kilb Hofstetten-Grünau
(Bezirk St. Pölten)

Geschichte

Bischofstetten ist eine der ältesten Pfarren Österreichs, schon im 9. Jahrhundert gab es eine bischöfliche Taufkirche.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Bischofstetten ein Bäcker, ein Bauunternehmer, ein Bildhauer, ein Fleischer, drei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Maurermeister, zwei Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, drei Schneider und eine Schneiderin, vier Schuster, drei Tischler, zwei Viehhändler, zwei Wagner, ein Zementwarenerzeuger und ein Zimmermeister ansässig. Weiters gab es eine Milchgenossenschaft und eine Sparkasse.[4]

Einwohnerentwicklung

Bischofstetten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
 
902
1880
 
839
1890
 
884
1900
 
953
1910
 
988
1923
 
1.051
1934
 
1.063
1939
 
1.043
1951
 
981
1961
 
1.020
1971
 
1.071
1981
 
1.086
1991
 
1.144
2001
 
1.186
2011
 
1.171
2021
 
1.224
2024
 
1.208
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,54 Prozent. In Bischofstetten gibt es drei Gasthäuser und einen Nahversorgermarkt.

Wirtschaftssektoren

Von den 49 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 32 im Haupt-, 16 im Nebenerwerb und eine von einer Personengemeinschaft geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 49 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (27), freiberufliche Dienstleistungen (11), Handel (9) und Grundstücks- und Wohnungswesen (8 Mitarbeiter).[5][6][7]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 49 74 58 68
Produktion 9 7 57 86
Dienstleistung 29 27 69 73
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 594 Erwerbstätige in Bischofstetten. Davon arbeiteten 111 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[8]

Öffentliche Einrichtungen

In Bischofstetten befindet sich eine Volksschule.[9]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Sitze. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ.[10]

Weitere Informationen Partei, Prozent ...
Partei 2025[10] 2020[11] 2015[12] 2010[13] 2005[14] 2000[15]
Prozent Mandate Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 61,97 12 63,10 12 56,69 11 65,27 13 60,67 12 63,12 12
Liste SPÖ 24,08 5 31,08 6
FPÖ 13,95 2 5,82 1
SPÖ 43,31 8 34,73 6 39,33 7 36,88 7
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Bürgermeister

  • 1945–1950 Norbert Lechner (ÖVP)
  • 1950–1955 Franz Riesinger (ÖVP)
  • 1955–1980 Ferdinand Maierhofer (ÖVP)
  • 1980–1995 Johann Lechner (ÖVP)
  • 1995–2009 Heinrich Fuchs (ÖVP)
  • 2009–2019 Reinhard Hager (ÖVP)
  • 2019–2023 Werner Nolz (ÖVP)
  • seit 2023 Gerlinde Muhr (ÖVP)

Wappen

Das Wappen zeigt einen goldenen Bischofsstab, der auf den Gemeindenamen hinweist, und zwei gekreuzte Winkeleisen. Diese sind dem Wappen der Haager entnommen, der ersten urkundlich erwähnten Herrschaft.[3]

Persönlichkeiten

  • Walter Fantl-Brumlik (1924–2019), Überlebender des Holocaust und Zeitzeuge, der seine Kindheit in Bischofstetten verbrachte.
Commons: Bischofstetten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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