Bocksbeutelstraße

Ferienstraße in Franken From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bocksbeutelstraße ist eine Ferienstraße (Themenstraße) in Weinfranken.[1] Sie gehört zu den deutschen Weinstraßen und ist nach dem für Frankenwein typischen Behältnis Bocksbeutel benannt. Die Bocksbeutelstraße führt von Würzburg aus auf insgesamt fünf unterschiedlich langen Routen (55–160 Kilometer) durch das Maindreieck, das Mainviereck und den Steigerwald.[2]

Werbeschild für die Mittelfränkische Bocksbeutelstraße in Weimersheim

Geschichte

Die Initiative zum Aufbau einer Weinstraße in Franken entstand nach dem Zweiten Weltkrieg; man setzte seinerzeit voraus, dass überall dort, wo Frankenwein wächst, auch die Bocksbeutelstraße verläuft. Man konzentrierte sich später auf die Höhepunkte der Region, die in den zahlreichen Städten, Schlössern, Klöstern und Winzerdörfern zu finden sind. Wie die anderen der insgesamt 50 Bereiche im deutschen Anbaugebiet, ist auch die Bocksbeutelstraße eine „Erfindung“ des deutschen Weingesetzes von 1977, wodurch Weinvermarktern die Möglichkeit geboten wurde, große Mengen Wein unter einheitlichen Namen besser zu vermarkten.[3]

Verlauf der Straße

Würzburg bildet den Ausgangspunkt der fünf Bocksbeutelstraßen-Routen.

Literatur

  • Bocksbeutelstraße und Maindreieck, Prien am Chiemsee: Neumann, 1964.
  • Sommer, Eugen: Die Bocksbeutelstraße : ein Führer durch das Weinbaugebiet Franken, seine Hotels, Gasthäuser und Weingüter. Grünstadt: Sommer, 1990.
  • Lohmayer, Otto F.: Bocksbeutelstraße [überarb.] Einzelausg. aus d. Reisebuch Dt. Weinstraßen. Wildbad: Lohmayer 1987.
  • Hillermeier, Susanne: Mittelfränkische Bocksbeutelstrasse. Führer zum Weinbau an Steigerwald, Frankenhöhe und Tauber. Uffenheim: Verlag Seehars, 164 Seiten, 1990, ISBN 978-3-927598-03-4.
  • Udo Eckert: Kulinarische Reisewege. Allgäuer Käseroute – Bierstraße – Bocksbeutelstraße – Glasstraße – In Ulm, um Ulm und um Ulm herum – Moselweinstraße – Porzellanstraße – Salzstraße – Schwäbische Alb-Straße – Viezstraße. München: Südwest-Verlag 2000, ISBN 978-3-517-06183-2.

Einzelnachweise

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