Bogenhof

Einöde in der Oberpfalz, Gemeindeteil der Stadt Velburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Bogenhof ist ein Ortsteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Schnelle Fakten Stadt Velburg ...
Bogenhof
Stadt Velburg
Koordinaten: 49° 16′ N, 11° 38′ O
Höhe: 520 m
Einwohner: 0 (1987)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 92355
Vorwahl: 09182
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Ortsname

Der Ortsname kann als „zum Hof am Bogen, an der Biegung“ gedeutet werden.[1]

Geographische Lage

Die Einöde Bogenhof liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb etwa 2 km nordöstlich von Deusmauer in der Flur Bogenhofer Höhe auf 520 m über NHN.

Verkehr

Bogenhof ist über eine Ortsverbindungsstraße zu erreichen, die von der Kreisstraße NM 25 abzweigt und weiter zum Velburger Ortsteil Richthof führt.

Geschichte

Die Einöde in der bayerisch-herzoglichen, ab 1505 pfalz-neuburgischen und später bayerisch-kurfürstlichen, jeweils an Adelige vergebenen Herrschaft Helfenberg ist 1588 in einer Amtstafel der Herrschaft verzeichnet.[2] Auf dem Anwesen saß am Ende des Alten Reiches, um 1800, der Untertan Kellermann.[3]

Im Königreich Bayern (1806) wurde um 1810 der Steuerdistrikt Deusmauer im Landgericht Parsberg gebildet, dem neben Deusmauer die Einöden Bogenhof und Wasenmeisterhütte angehörten.[4] Mit dem Gemeindeedikt vom 15. Mai 1818 wurde daraus die Ruralgemeinde Deusmauer, die aus dem Dorf Deusmauer und den Einöden Bogenhof und Fallmeisterei bestand.[5] In der Einöde Bogenhof wohnten

  • 1836 16 Einwohner (2 Häuser),[6]
  • 1867 9 Einwohner (4 Gebäude),[7]
  • 1875 12 Einwohner (6 Gebäude; an Großviehbestand 6 Stück Rindvieh),[8]
  • 1900 7 Einwohner (1 Wohngebäude),[9]
  • 1925 13 Einwohner (1 Wohngebäude),[10]
  • 1938 10 Einwohner (7 Katholiken, 3 Protestanten),[11]
  • 1950 14 Einwohner (2 Wohngebäude).[12]
  • 1987 bestand der Ortsteil aus einem Wohngebäude, das unbewohnt war.[13]

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Deusmauer und damit auch der Bogenhof in die Stadt Velburg eingegliedert.[14]

Heute wird das Gut Bogenhof als Christbaumplantage genutzt.

Kirchliche Verhältnisse

Der Bogenhof gehörte von altersher zur katholischen Pfarrei Oberwiesenacker im Eichstätter Diözesangebiet. Die Pfarrei wurde unter Pfalz-Neuburg 1552 lutherisch. Die Rekatholisierung erfolgte 1626.[15] Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen vollziehen, auch die Bewohner des Bogenhofes. Am Bogenhof steht eine denkmalgeschützte Marienkapelle aus dem 18. Jahrhundert.[16]

Sage von der Spatzenvertreibung

Ein reisender Wildbretschütze, der auf dem Bogenhof übernachtete, vertrieb aus Dank die Spatzen; deshalb seien dort seit Menschengedenken keine Spatzen mehr anzutreffen.[17]

Literatur

  • Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. II. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1938
  • Manfred Jehle: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 51: Parsberg, München 1981

Einzelnachweise

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