Boo von Malmborg

schwedischer Kunsthistoriker und Genealoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Boo Fredrik von Malmborg (geboren am 5. Dezember 1905 in Gävle, Heliga Trefaldighets församling; gestorben am 21. Oktober 1980 in Matteus församling, Stockholm) war ein schwedischer Genealoge, Kunsthistoriker und Museumsdirektor.

Leben

Von Malmborg war ein Sohn des Majors Otto August von Malmborg (30. Juni 1859 – 18. April 1949) und dessen Frau und Ingeborg „Inga“ Eva Maria (geborene Schough; 18. Februar 1865 – 27. Juni 1955).[1] Er besuchte die Palmgrenska samskolan in Stockholm und studierte vom 15. Mai 1925 bis zum 15. Dezember 1928 an der Universität Stockholm. In den Jahren 1930 bis 1934 war er Kurator am Kulturhistoriska föreningens museum (Museum des Kulturhistorischen Vereins) in Gävle und war von 1932 bis 1933 Mitglied des Ortsgeschichtlichen Vereins des Landkreises Gävleborg. Von Malmborg setzte sein Studium vom 29. März 1934 bis zum 28. Mai 1936 an der Universität Utrecht fort. Ab 1937 war er Angestellter im Schwedischen Nationalmuseum und war seit 1944 Leiter des Schwedischen Porträtarchivs und ab 1949 der Abteilung für Schlosssammlungen des Nationalmuseums.

Von Malmborg zeigte seit seiner Jugend ein starker Interesse an der Geschichte der Familie von Malmborg. Später wurde er einer der führenden Köpfe der Genealogischen Gesellschaft sorgte für die systematische Erfassung privater Archive. Er führte die Arbeit von Sixten Strömbom am schwedischen Porträtarchiv fort und entwickelte sich bald zum Experten für schwedische Porträtkunst. Das umfangreiche Archiv umfasste rund 50.000 fotografierte und eine Vielzahl an katalogisierten Porträts. Er veröffentlichte Schriften über die Aktivitäten des Porträtarchivs, die sich unter anderem mit der königlichen Ikonografie beschäftigten. Zudem schrieb er eine Monografie über den niederländischen Porträtmaler Peter Martin van Mytens, der in den 1670er Jahren nach Schweden kam. Er verfasste auch zahlreiche Artikel für das Svenskt biografiskt lexikon und eine Biografie zu Robert Schough, seinem Großvater mütterlicherseits. Auch zu dem Kunsthistoriker Jonas Malmborg (1696–1756), der zu seiner Familie gehörte,[2] verfasste er eine Biografie.

Nach seiner Pensionierung wurde er 1970 zum Direktor des Nationalmuseums ernannt. Diese Position behielt er zum Frühjahr 1980.[3]

Familie

Seit dem 25. März 1937 war von Malmborg mit Brita Maria (geborene Eklund, * 9. Februar 1911) verheiratet, einer Tochter des Ingenieurs Gustaf (Gösta) Julius Eklund und dessen Frau Anna Elisabet (geborene Berg).

  • Lars von Malmborg (* 1938)
  • Kristina von Malmborg (* 1942)[4]

Er hatte mehrere Geschwister:[5]

  • Mina Eva Nicolina von Malmborg (15. März 1896 – 3. Januar 1923)
  • Sten Otto Robert von Malmborg (11. Januar 1901 – nach 1945)
  • Nils Åke Robert von Malmborg (18. Juni 1902 – nach 1939)

Werke (Auswahl)

  • Släkten Malmborg. In: Personhistorisk Tidskrift. 28. Jahrgang, Nr. 3–4, Personhistoriska samfundet, Stockholm 1927, S. 148–163.
  • Medeltida träskulptur i Enångers kyrkomuseum. Lantmännens Tryckeri Westlund & Co, Gävle 1934.
  • Jonas Malmborg, ämbetsman, målare och konsthistoriker. In: Konsthistorisk Tidskrift. Band 7, Nr. 1–4. 1938, ISSN 0023-3609, doi:10.1080/00233603808603268, S. 50–55.
  • Mit Carl Björkbom: Svensk porträttlitteratur : bibliografisk förteckning (= Svenska Porträttarkivets publikationer. 3). 1941.
  • Katalog över statens porträttsamling på Gripsholm. Nationalmuseum, Stockholm 1951.
  • Martin Mijtens d. Ä. en konstnär från Sveriges storhetstid. Allhem, Malmö 1961.
  • De första svenska porträttfotograferna: utställning på Gripsholms Slott. Nationalmuseum, Stockholm 1963.
  • Robert Schough – en Norrlandspionjär. Rabén & Sjögren, Stockholm 1976, ISBN 91-29-46847-7.
  • Svensk porträttkonst under fem århøjdraden (= Nationalmuseums skriftserie. Nr. 18) Allhem, Malmö 1979, ISBN 91-7004-093-1.

In Deutsch

  • Schloss Gripsholm : kleiner Führer mit Plänen und Illustrationen. 1952

Literatur

  • Von Malmborg 6. Malmborg, Boo Fredrik von. In: Svenska män och kvinnor : biografisk uppslagsbok. Band 5: Lindorm–O. Albert Bonniers förlag, Stockholm 1949, S. 207 (schwedisch, runeberg.org).
  • Bo Lindwall: Boo F Malmborg. In: Birgitta Lager-Kromnow (Hrsg.): Svenskt biografiskt lexikon. Band 24: Ljungdahl–Malmros. A. Bonnier, Stockholm 1984, S. 751 (schwedisch, sok.riksarkivet.se).

Einzelnachweise

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