Bortribromid
chemische Verbindung
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Bortribromid ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Bor und Brom mit der Summenformel BBr3.
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Bortribromid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Tribromboran | ||||||||||||||||||
| Summenformel | BBr3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 250,54 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
2,64 g·cm−3[1] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
91 °C[1] | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck | |||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
heftige Zersetzung in Wasser[1] | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,5312 (16 °C)[2] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 1 ml·m−3 bzw. 10 mg·m−3[5] | ||||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−239,7 kJ/mol[6] | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Darstellung
Bortribromid lässt sich darstellen durch Umsetzung von:
1. Bortrifluorid mit Aluminiumbromid[7]
2. Borcarbid mit elementarem Brom im Quarzrohr bei erhöhter Temperatur
3. (Amorphes) Bor mit elementarem Brom im Quarzrohr bei etwa 700 °C[7][8][9]
4. Kaliumtetrafluoroborat mit wasserfreiem Aluminiumbromid[10]
Eigenschaften
Bortribromid ist eine sehr giftige, an feuchter Luft rauchende Verbindung, die bei Raumtemperatur als Flüssigkeit vorliegt.[11] Sie ist kommerziell verfügbar und eine starke Lewis-Säure.
Bei Kontakt mit Wasser erfolgt eine heftige Zersetzungsreaktion durch die Hydrolyse zu Borsäure und Bromwasserstoffsäure:[12]
Verwendung
Bortribromid kann zur Spaltung von Ethern unter milden Bedingungen, insbesondere zur schonenden Spaltung von Alkylarylethern benutzt werden. Zusätzlich wird es auch bei der Olefin-Polymerisation und bei Friedel-Crafts-Reaktionen eingesetzt. In der Elektronikindustrie dient es als Borlieferant bei der Dotierung von Halbleitern.[13]