Botzenweiler
Ortsteil der Stadt Dinkelsbühl
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Botzenweiler ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Botzenweiler liegt in der Gemarkung Sinbronn.[3]
Botzenweiler Große Kreisstadt Dinkelsbühl | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 4′ N, 10° 22′ O |
| Höhe: | 466 (455–479) m ü. NHN |
| Einwohner: | 165 (1. Jan. 2015)[1] |
| Postleitzahl: | 91550 |
| Vorwahl: | 09851 |
Geografie
Das Dorf liegt rund zwei Kilometer von Dinkelsbühl in östlicher Richtung am Ölgraben, der ein linker Zufluss der Wörnitz ist. In der Nähe des Ortes liegen ca. 20 Weiher, die der Fischzucht dienen. Zwischen dem eigentlichen Dorf und der Staatsstraße 2218 im Süden befindet sich ein kleines Industriegebiet mit Firmen aus der Holzverarbeitung und des Baugewerbes. Noch weiter südlich liegt das Waldgebiet Nieß. Im Osten erheben sich das Berglein und der Karlsholzer Buck.
Die Staatsstraße 2218 führt zur Bundesstraße 25 bei Dinkelsbühl (1,7 km südwestlich) bzw. nach Sinbronn (1,7 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Weiherhaus (0,5 km westlich) bzw. nach Hungerhof (0,5 km nordöstlich), eine weitere führt nach Karlsholz (1,7 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Die Fraisch über Botzenweiler war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 8 Anwesen (1 Halbhof, 5 Viertelhöfe, 1 Haus, 1 Ölmühlgut). Grundherr über alle Anwesen war das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl.[5][6] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.[7]
Im Jahr 1809 wurde Botzenweiler infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Sinbronn zugewiesen.[8] Am 1. Mai 1978 wurde Botzenweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.[7][9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Sinbronn) gepfarrt.[5] Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.[19]
Vereinsleben
Der Schützenverein Almenrausch ist in Botzenweiler aktiv.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bozenweiler. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 430 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Pozenweiler. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 865–866 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Bozenweyler. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 319 (Digitalisat).
- Teresa Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 2018, ISBN 978-3-7696-6562-8.
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 520 (Digitalisat).
Weblinks
- Botzenweiler in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Botzenweiler in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 17. September 2019.
- Botzenweiler im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. April 2025.