Braunshorn

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Das Dorf Braunshorn liegt in der Verbandsgemeinde Kastellaun im Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz. Aufgrund von Gebietsreformen ist das Dorf seit dem 17. März 1974 ein Ortsbezirk und Namensgeber der Ortsgemeinde Braunshorn.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Braunshorn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Braunshorn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 6′ N,  31′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kastellaun
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 6,99 km²
Einwohner: 670 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56288
Vorwahl: 06746
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 018
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 1
56288 Kastellaun
Website: www.braunshorn.de
Ortsbürgermeister: Markus Becker
Lage der Ortsgemeinde Braunshorn im Rhein-Hunsrück-Kreis
KarteLahrMörsdorf
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Geographie

Lage

Braunshorn liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks südlich der Hunsrückhöhenstraße.

Gemeindegliederung

Der Ortsbezirk Braunshorn ist der Namensgeber der Ortsgemeinde Braunshorn. Zur Ortsgemeinde gehören die Ortsbezirke Braunshorn mit 239 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2010), Dudenroth und Ebschied. Ebschied zugeordnet ist der Wohnplatz Bahnhof Ebschied.[2]

Nachbargemeinden

Angrenzende Nachbarorte von Braunshorn sind die Ortsgemeinden Bickenbach im Norden, Lingerhahn im Osten, Bubach im Südosten, Laubach im Süden, Gödenroth im Westen und Beltheim im Nordwesten. Bickenbach und Lingerhahn gehören bereits der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein, Bubach und Laubach der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Geschichte

Die Orte Braunshorn und Dudenroth gehörten im Mittelalter zum Herrschaftsgebiet der Freiherren von Braunshorn. In beiden Orten befinden sich Reste von mittelalterlichen Burgen, sogenannte Motten. Vermutlich ist die Motte in Braunshorn der Stammsitz des Adelsgeschlechtes, das 1098 erstmals genannt wird. 1268 verlegte die Familie ihren Stammsitz nach Beilstein. 1273 wurde die Burg Braunshorn an die Pfalzgrafen verkauft. Nach dem Aussterben der Braunshorner fiel der Besitz mit den beiden Orten an die Herren von Winneburg, 1652 an Metternich.

Mit der Annexion des Linken Rheinufers (1794) durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. Von 1798 bis 1814 gehörte Braunshorn zum Kanton Kastellaun im Rhein-Mosel-Departement und von 1800 an zur Mairie Gödenroth. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam Braunshorn zusammen mit Dudenroth 1816 zur Bürgermeisterei Pfalzfeld im Kreis Sankt Goar und zum Regierungsbezirk Koblenz in der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz). Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg der französischen Besatzungszone zugeordnet, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1970 gehört die Ortsgemeinde Braunshorn der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Im Rahmen der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die heutige Gemeinde am 17. März 1974 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Braunshorn (damals 205 Einwohner), Dudenroth (101) und Ebschied (177) neu gebildet.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Braunshorn bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

JahrEinwohner
1815429
1835568
1871533
1905567
1939506
1950569
JahrEinwohner
1961527
1970495
1987520
1997598
2005590
2024670

Politik

Ortsgemeinderat

Der Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Braunshorn besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze verteilen sich auf insgesamt drei Wählergruppen (wie schon bei der Wahl 2019[5]).

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, WGBe a ...
WahlWGBe aWGS bWGBr cGesamt
202464212 Sitze[6]
Schließen
a 
WGBe: Wählergruppe Becker
b 
WGS: Wählergruppe Scholz
c 
WGBr: Wählergruppe Bröhling

Bürgermeister

Markus Becker ist Ortsbürgermeister von Braunshorn. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 85,79 % in seinem Amt bestätigt.[7] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er ohne Gegenkandidat mit 90,3 % der Stimmen erneut wiedergewählt.[8] Markus Becker ist in Personalunion auch Ortsvorsteher des Ortsbezirks Ebschied.

Ortsvorsteher

Ingo Scholz wurde am 9. Juli 2024 Ortsvorsteher von Braunshorn.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmanteil von 78,81 % für fünf Jahre gewählt worden.[10]

Seine Vorgänger als Ortsvorsteher waren der im Januar 2016 gewählte und im Mai 2019 wiedergewählte Klaus Dietrich sowie bis zu seiner Amtsniederlegung im September 2015 Patrick Pierru.[11][12]

Siehe auch

Literatur

  • Elmar Rettinger: Artikel Braunshorn; in: Historisches Ortslexikon Rheinland-Pfalz. Band 2. Ehemaliger Kreis St. Goar; noch unveröffentlicht; online unter: siehe PDF unter „Braunshorn“
Commons: Braunshorn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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