Brefeldia maxima

Art der Gattung Brefeldia From Wikipedia, the free encyclopedia

Brefeldia maxima ist eine Schleimpilz-Art und die einzige Vertreterin der Gattung Brefeldia aus der Ordnung der Stemonitida. Sie ist aus Europa, Amerika und Asien bekannt und kann außergewöhnliche Größen erreichen. Sie ist nach dem Mykologen Oscar Brefeld benannt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Brefeldia maxima

Brefeldia maxima, Fruchtkörper

Systematik
ohne Rang: Amoebozoa
ohne Rang: Myxogastria
Ordnung: Stemonitida
Familie: Stemonitidae
Gattung: Brefeldia
Art: Brefeldia maxima
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Brefeldia
Rostaf.
Wissenschaftlicher Name der Art
Brefeldia maxima
(Fr.) Rostaf.
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Merkmale

Das Plasmodium ist weiß und kann enorm groß werden, ein 1999 gefundenes Exemplar wurde auf ein Gewicht von 20 Kilogramm geschätzt. Die Fruchtkörper sind polsterförmige, dunkelbraune bis schwarze Aethalien, die eine Gesamtgröße von bis zu 30, selten bis zu 61[1] Zentimetern Durchmesser und 2 Zentimetern Höhe erreichen. Sie setzen sich aus einzelnen, 0,5 bis 0,8 Millimeter im Durchmesser großen Sporokarpen zusammen.[2]

Der Hypothallus ragt unter dem Aethalium hervor,[1] schimmert silbrig, ist im Durchlicht aber bräunlich transparent. Von ihm aus erstreckt sich in vielen Einzelsträngen oder auch nach Art eines Pinsels die an Verzweigungen bis zu 3 Millimeter verbreiterte Columella nach oben. Sie schimmert silbrig, ist im Durchlicht dunkelbraun bis fast schwarz. Das Peridium bildet an der Oberfläche des Aethaliums eine früh hinfällige Rinde (Cortex) mit pflastersteinartigem Relief, im Inneren ist es bleibend und fetzenartig langgestreckt und bildet so ein Pseudocapillitium. In durchscheinendem Licht ist es bräunlich und dunkel geädert und gefältelt.[2]

Das nur schwach befestigte, annähernd waagerecht angeordnete Capillitium erwächst aus der Columella bzw. dem Pseudocapillitium. Es ist braun bis dunkelbraun, im Durchmesser 0,5 bis 2 Mikrometer dick, an den Ansätzen ist es trichterförmig erweitert, dazwischen weist es netzähnliche Verbreiterungen auf. Die Kammern des Netzes sind blasig und 20 bis 80 Mikrometer lang sowie 15 bis 25 Mikrometer breit.[2]

Die Sporen sind in Masse dunkelbraun, im Durchlicht braun, im Bereich der Keimöffnung heller. Ihre Wände sind fein warzig, rund bis breit elliptisch und messen 9 bis 12 Mikrometer.[2]

Verbreitung

Die Art ist aus Europa (Deutschland), Amerika (USA [insbesondere im Nordosten][3], Kanada, Panama[1], Argentinien) und Asien (Nordpakistan) bekannt. Sie besiedelt Laub[1], Gras, Stauden und Stümpfe von Laubbäumen.[2]

Systematik und Forschungsgeschichte

Die Art wurde 1848 als Reticularia maxima von Elias Magnus Fries erstbeschrieben, 1873 stellte Józef Tomasz Rostafiński sie in eine eigene Gattung, deren einzige Art sie ist.[2]

Nachweise

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