Brita Rang
deutsche Erziehungswissenschaftlerin
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Brita Rang (* 1941[1]) ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und emeritierte Hochschullehrerin.
Leben
Brita Rang studierte ab Ende der 1960er Jahre in Frankfurt am Main, wo sie beispielsweise auch Vorlesungen von Theodor W. Adorno besuchte.[2]
Nach ihrer Promotion 1980 lehrte Brita Rang an verschiedenen Universitäten im europäischen Raum. Sie arbeitete in Innsbruck, Amsterdam, Nijmegen und Utrecht. Außerdem war sie Gastprofessorin an der University of California, Berkeley.[3]
Bis 1985 war sie in der der Redaktion der Fachzeitschrift Das Argument tätig.[4]
Im Wintersemester 1996/97 übernahm sie den Lehrstuhl für „Historische Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung historisch-pädagogischer Geschlechterforschung“ im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Oktober 2000 wurde sie zur Vizepräsidentin der Universität gewählt und 2002 in einer zweiten Amtszeit bestätigt.[3][5]
Auf Initiative der Soziologin Ute Gerhard gründeten 1997 vier Professorinnen der Universität Frankfurt das Cornelia Goethe Centrum in Frankfurt, welches Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse fördert und einen Raum für geschlechterpolitische Debatten bietet. Neben Rang und Gerhard gehörten zu den Gründerinnen die Amerikanistin Susanne Opfermann und die Filmwissenschaftlerin Heide Schlüpmann.[6] Von 2006 bis 2007 war sie dort geschäftsführende Direktorin.[7] Brita Rang initiierte das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Graduiertenkolleg „Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse“, das als Kooperation des Cornelia Goethe Centrums mit der Universität Kassel eingerichtet wurde.[3][8]
Am 11. Juni 2008, am 11. Jahrestags der Gründung des Cornelia Goethe Centrums, hielt Rang ihre Abschiedsvorlesung unter dem Titel „Prekäres Leben – prekäres Wissen? Frauen in der neuzeitlichen Wissenschaft“, bevor sie emeritiert wurde.[8]
Wissenschaftliche Arbeit
Zu ihren Forschungsinteressen zählt die Geschichte wissenschaftlicher Frauenbildung und pädagogischer Theoriebildung. Außerdem betrachtete sie vertiefend Formen der Frauenbildung zur Zeit des Nationalsozialismus, wie Frauenstudium und Mädchenerziehung.[7]
Auf Brita Rangs Arbeit zielend erschien zu ihrem 60. Geburtstag, herausgegeben von Elisabeth von Stechow, die Festschrift: Alles zu seiner Zeit oder alles in einer Zeit? Von der Zeit der Männer und der Zeit der Frauen.[1]
Im Mittelpunkt eines ihrer letzten Projekte vor ihrer Emeritierung stand die Rolle jüdischer Lehrerinnen in Frankfurt.[8]
Privates
Brita Rang hat während ihres Studiums geheiratet und wurde während ihres Studiums zweifache Mutter.[2]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Brita Rang: Pädagogische Geschichtsschreibung in der DDR. Campus, Frankfurt am Main 1982, ISBN 978-3-593-33042-6.
- Brita Rang & Anja Mey: Das Geschlecht der Jugend. Fachbereich Erziehungswiss. der Johann-Wolfgang-Goethe-Univ., Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-9806569-4-8.