Talsperre Brohm
Stausee in Deutschland
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Die Talsperre Brohm ist eine Talsperre in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nahe Neubrandenburg. Der von ihr aufgestaute Stausee wird als Brohmer Stausee bezeichnet.
| Talsperre Brohm | |||
|---|---|---|---|
| Lage | Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | ||
| Zuflüsse | Golmer Mühlbach | ||
| Abfluss | Golmer Mühlbach | ||
| Größere Orte in der Nähe | Friedland | ||
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| Koordinaten | 53° 37′ 11″ N, 13° 36′ 54″ O | ||
| Daten zum Bauwerk | |||
| Bauzeit | 1969–1972 | ||
| Höhe über Talsohle | 10,7 m | ||
| Höhe über Gründungssohle | 15 m | ||
| Bauwerksvolumen | 80.800 m³ | ||
| Kronenlänge | 500 m | ||
| Daten zum Stausee | |||
| Höhenlage (bei Stauziel) | 32,36 m ü. HN | ||
| Wasseroberfläche | 33 ha | ||
| Speicherraum | 1,11 Mio. m³ | ||
| Gesamtstauraum | 1,21 Mio. m³ | ||
| Einzugsgebiet | 106 km² | ||
Die Talsperre Brohm, mit der der Golmer Mühlbach, ein Zufluss des Galenbecker Sees, zum Brohmer Stausee aufgestaut wird, ist ein etwa 500 Meter langer und 11 Meter hoher Staudamm aus Erd- und Gesteinsmaterial mit 15 Meter Höhe über seiner Gründung und 80.800 m³ Volumen. In der Mitte des Damms an der Wasserseite befindet sich ein kombiniertes Entnahme- und Entlastungsbauwerk zur Hochwasserentlastung. Von dort aus fließt das Wasser durch einen Stollen unter dem Damm hindurch bis in ein Tosbecken.
Lage und Namensdeutung
Talsperre Brohm und Brohmer Stausee befinden sich rund 24 Kilometer nordöstlich von Neubrandenburg am Nordwestrand der Brohmer Berge. Der Ort Brohm, der seit dem 13. Juni 2004 zu Friedland gehört, liegt zu beiden Seiten der Stausee-Ufer. Der Name Brohm bedeutet im Slawischen „Tor“, also das Tor zu den Brohmer Bergen.In Brohm feiert man jedes Jahr im Juni das traditionelle „Staufest“.
Brohmer Stausee
Bauzeit und Geschichte

Die Talsperre Brohm wurde vom 4. Juni 1969 bis zum 30. Juni 1972 im Auftrag der „Wasserwirtschaftsdirektion Küste-Warnow-Peene“ in Stralsund gebaut und am 1. Juli 1972 in Betrieb genommen. Von 1999 bis 2002 wurde sie rekonstruiert und modernisiert. Der Brohmer Stausee wurde ursprünglich für die Bewässerung von Feldern angelegt. Diese Nutzung ist 1991 entfallen. 1997 wurde die Vorsperre zurückgebaut und eine Fischtreppe („Brohmer Wasserterrassen“) errichtet. Im Jahr 2025 begann eine Sanierung am Hochwasserüberlauf und dem Auslaufkanal in den Mühlenbach, wo der Beton marode ist.[1]
Nutzung
Die Stauanlage des Brohmer Stausees wird vom „Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte“ in Neubrandenburg betrieben. Die heutigen Nutzungen des Stausees sind:
- Aufhöhung des Golmer Mühlenbachs bei Niedrigwasser
- Zuschusswasser und Wasserverbesserung des Galenbecker Sees, dessen Naturschutzgebiet und das Moor Friedländer Große Wiese
- Hochwasserschutz
- Fischerei und Angeln
- Baden und Erholung
- Sauerstoffanreicherung im Winter


