Bromethalin

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Bromethalin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aniline.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Bromethalin
Allgemeines
Name Bromethalin
Andere Namen

N-Methyl-2,4-dinitro-6-(trifluormethyl)-N-(2′,4′,6′-tribromphenyl)anilin

Summenformel C14H7Br3F3N3O4
Kurzbeschreibung

weißer bis schwach gelblicher geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 63333-35-7
EG-Nummer (Listennummer) 613-202-4
ECHA-InfoCard 100.109.042
PubChem 44465
ChemSpider 40463
Wikidata Q421626
Eigenschaften
Molare Masse 577,93 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,36 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

150–151 °C[1]

Siedepunkt

zersetzt sich vor dem Sieden[2]

Dampfdruck

1,3·10−5 Pa (20 °C)[2]

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Chloroform und Aceton[1]
  • moderat löslich in aromatischen Kohlenwasserstoffen[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+330311410
P: 260264273280302+352+312304+340+310[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Bromethalin kann durch eine mehrstufige Reaktion von Toluol mit Chlor, Fluorwasserstoff, Salpetersäure, Anilin, Dimethylsulfat und Dibromisocyanursäure gewonnen werden,[5] siehe folgendes Syntheseschema:

Synthese von Brometalin
Synthese von Brometalin

Eigenschaften

Bromethalin ist ein weißer geruchloser Feststoff, der unlöslich in Wasser ist und sich unter Einwirkung von UV-Licht zersetzt.[1]

Verwendung

Bromethalin wird als Rodentizid verwendet.[1] Es wurde 1985 auf den Markt gebracht. Bromethalin gehört nicht zur Wirkstoffgruppe der Vitamin-K-Antagonisten (wie die 4-Hydroxycumarine Warfarin und Bromadiolon).[6] Nach der Aufnahme wird es in der Leber zum größten Teil zu Desmethylbromethalin umgewandelt, welches bedeutend toxischer ist als die Ausgangssubstanz. Dieses entkoppelt die oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien der Zellen, wodurch Ödeme vor allem in Gehirn und Rückenmark entstehen.[4][7]

Zulassung

In den Staaten der EU, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Einzelnachweise

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