Bruce Bilson
US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor
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Bruce Bilson (* 19. Mai 1928 in New York City; † 16. Januar 2026 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.
Leben
Bilson machte seinen Studienabschluss im Jahr 1950 an der UCLA, wo bereits Kurse in Theater, Schnitt und Kameraarbeit belegt hatte. Nach einem zweijährigen Dienst hatte er eine seiner ersten Anstellungen als Schnittmeister an der Gameshow You Bet Your Life mit Groucho Marx. 1955 fungierte er als zweiter Regieassistent am Kinofilm Ihr sehr ergebener... von Regisseur Gordon Douglas.[1] Über solche und ähnliche Jobs arbeitete Bilson sich allmählich im Filmgeschäft hoch. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren war er regelmäßiger Regieassistent bei den Serien Andy Griffith Show (bei 58 Folgen), Wyatt Earp greift ein (bei 39 Folgen) und Route 66 (bei 17 Folgen). 1964 war Bilson bei einer Folge der Serie Karen erstmals selbst zum Regisseur befördert.
In den nächsten Jahrzehnten folgten zahlreiche weitere Inszenierungen von Serienfolgen. Unter anderem schrieb er für die The Doris Day Show (1968–1972) mit Doris Day einige Drehbücher und führte bei 12 Folgen Regie. Für die Agentenparodie-Serie Mini-Max (Originaltitel Get Smart) inszenierte er 22 Folgen und gewann für seine Arbeit an dieser Serie im Jahr 1968 den Emmy in der Kategorie Outstanding Directing for a Comedy Series. Bilson arbeitete hauptsächlich für das Fernsehen, drehte aber auch die drei Kinofilme Pate Katelin en Buenos Aires (1969), Eine ganz irre Truppe (1979) und Chattanooga Choo Choo (1984) als Regisseur. Bis einschließlich 2007 inszenierte er über 120 verschiedene Fernseh- und Filmproduktionen.
Auch Teile von Bilsons Familie sind im Showgeschäft tätig: Er war der Vater des Regisseurs, Produzenten und Autors Danny Bilson (* 1956) und Großvater der bei O.C., California mitwirkenden Rachel Bilson. Er selbst war der Sohn von George (1902–1981), einem Produzenten und Drehbuchautoren,[2] und Hattie Bilson (1907–2004),[3] einer Autorin für Drehbücher und Magazine. Sein jüngerer Bruder Malcolm Bilson ist ein bekannter Konzertpianist.
Bilson starb Mitte Januar 2026 im Alter vom 97 Jahren. Er hinterließ seine zweite Ehefrau, die er 1984 heiratete, sowie zwei leibliche Kinder aus erster Ehe, die er 1955 einging, und überdies mehrere Enkel und Urkenkel.[4]
Filmografie (Auswahl)
- 1965–1968: Mini-Max (Get Smart, Fernsehserie, 22 Folgen)
- 1967–1971: Ein Käfig voller Helden (Hogan’s Heroes, Fernsehserie, 25 Folgen)
- 1969: Pate Katelin en Buenos Aires
- 1970: Bonanza (Fernsehserie, eine Folge)
- 1971: Mary Tyler Moore (The Mary Tyler Moore Show, Fernsehserie, eine Folge)
- 1972: Alias Smith und Jones (Alias Smith and Jones, Fernsehserie, eine Folge)
- 1972: M*A*S*H (Fernsehserie, eine Folge)
- 1973–1974: Drei Mädchen und drei Jungen (The Brady Bunch, Fernsehserie, 4 Folgen)
- 1979: Eine ganz irre Truppe (The North Avenue Irregulars)
- 1981: Simon & Simon (Fernsehserie, eine Folge)
- 1981–1982: Schütze Benjamin (Private Benjamin, Fernsehserie, 4 Folgen)
- 1981–1986: Love Boat (The Love Boat, Fernsehserie, 3 Folgen)
- 1982: Knight Rider (Fernsehserie, eine Folge)
- 1984: Chattanooga Choo Choo
- 1986: Twilight Zone (The Twilight Zone, Fernsehserie, eine Folge)
- 1987: Sledge Hammer! (Fernsehserie, 2 Folgen)
- 1987–1988: Spenser (Spenser: For Hire, Fernsehserie, 3 Folgen)
- 1994–1999: Viper (Fernsehserie, 10 Folgen)
- 1995: Ein Hauch von Himmel (Touched by an Angel, Fernsehserie, 2 Folgen)
- 1996–1998: Der Sentinel – Im Auge des Jägers (The Sentinel, Fernsehserie, 11 Folgen)
Auszeichnung
Für seine Arbeit an der Episode Maxwell Smart, Private Eye der Fernsehserie Mini-Max gewann Bilson 1968 einen Emmy.
Weblinks
- Bruce Bilson bei IMDb
- Bruce Bilson in der Datenbank Find a Grave