Bruno Strecker
deutscher Germanist und Sprachwissenschaftler
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Bruno Strecker (* 19. Februar 1946 in Böckingen/Heilbronn) ist ein deutscher Germanist, Sprachwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung 1966 in Weinheim studierte Bruno Strecker von 1966 bis 1971 Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Heidelberg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1971 legte er seine Magisterprüfung an der Universität Heidelberg ab und promovierte 1974 zum Dr. phil. bei Hans Jürgen Heringer an der Universität Tübingen. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Tübingen und als Akademischer Oberrat an der Universität Augsburg. Im Jahre 1983 habilitierte er sich an der Universität Augsburg für Deutsche Philologie (Sprachwissenschaft). Von 1984 bis 2011 war Strecker wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache (Abteilung: Grammatik) in Mannheim. Seit 1992 lehrte er außerdem als außerplanmäßiger Professor an der Universität Augsburg.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigt sich Bruno Strecker mit der Semantik, Kommunikation und Grammatik der deutschen Sprache.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Beweisen. Eine praktisch-semantische Untersuchung (= Linguistische Arbeiten, Bd. 35). Niemeyer, Tübingen 1976, ISBN 3-484-10250-0 (= Dissertation Universität Tübingen).
- (Mitautor): Hans Jürgen Heringer u. a.: Einführung in die praktische Semantik (= UTB, Bd. 716). Quelle u. Meyer, Heidelberg 1977, ISBN 3-494-02083-3.
- (mit Hans Jürgen Heringer u. Rainer Wimmer): Syntax. Fragen, Lösungen, Alternativen (= UTB, Bd. 251). Fink, München 1980, ISBN 3-7705-0936-6.
- Das Geschäft der Sprachkritik und die Verantwortung des Sprachwissenschaftlers. In: Manfred Geier u. a. (Hrsg.): Das Subjekt des Diskurses. Beiträge zur sprachlichen Bildung von Subjektivität und Intersubjektivität. Argument-Verlag, Berlin 1983, S. 7–27, ISBN 3-88619-098-6.
- Rules and the Dynamics of Language. In: Thomas T. Ballmer (Hrsg.): Linguistic dynamics (= Research in text theory, Bd. 9). de Gruyter, Berlin 1985, S. 238–250, ISBN 3-11-010115-7.
- Sprachliches Handeln und sprachlicher Ausdruck. In: Gisela Zifonun (Hrsg.): Vor-sätze zu einer neuen deutschen Grammatik (= Institut für deutsche Sprache Mannheim / Forschungsberichte, Bd. 63). Narr, Tübingen 1986, S. 76–127, ISBN 3-87808-463-3.
- Strategien des kommunikativen Handelns. Zur Grundlegung einer Grammatik der Kommunikation (= Sprache der Gegenwart, Bd. 73). Schwann, Düsseldorf 1987, ISBN 3-590-15673-2 (= Habilitationsschrift Universität Augsburg).
- (mit Gisela Zifonun; Ludger Hoffmann): Grammatik der deutschen Sprache. Drei Bände (= Schriften des Instituts für deutsche Sprache, Bd. 7). de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-014752-1.
- Ich mein' ja nur. Exemplarische Betrachtungen zur Syntax und Semantik von Partikeln im Deutschen. In: Eva Breindl u. a. (Hrsg.): Grammatische Untersuchungen. Analysen und Reflexionen. Gisela Zifonun zum 60. Geburtstag (= Studien zur deutschen Sprache, Bd. 36). Narr, Tübingen 2006, S. 431–450, ISBN 3-8233-6229-1.
- (mit Helmut Frosch u. Roman Schneider): Bibliographie zur deutschen Grammatik 2003/2007. Stauffenburg-Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-86057-467-6.
- Richtiges Deutsch? In: Wolf-Andreas Liebert (Hrsg.): Mit Bezug auf Sprache. Festschrift für Rainer Wimmer (= Studien zur deutschen Sprache, Bd. 49). Narr, Tübingen 2009, S. 235–248, ISBN 978-3-8233-6470-2.
- (mit Helmut Frosch u. Roman Schneider): Bibliographie zur deutschen Grammatik 2008/2012. Stauffenburg-Verlag, Tübingen 2013, ISBN 978-3-86057-475-1.
Festschrift
- Marek Konopka (Hrsg.): Grammatische Stolpersteine digital. Festschrift für Bruno Strecker zum 65. Geburtstag. Institut für Deutsche Sprache, Mannheim 2012, ISBN 978-3-937241-38-8.