Bryan Higgins
irischer Naturphilosoph
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Bryan Higgins (* 1741 in Collooney, County Sligo, Irland; † 1818 oder 1820 auf seinem Gut in Walford, Staffordshire) war ein irischer Chemiker.
Leben und Wirken
Ab 1765 besuchte Higgins die Universität Leiden, wo er sich als Doktor der Physik qualifizierte. Er betrieb danach in der Greek Street, Soho eine Schule der praktischen Chemie. Ein Teilnehmer seiner Vorlesungen war Joseph Priestley, mit dem er sich später zerstritt. 1777 entdeckte er eine chemische Harmonika[1] oder Singende Flamme (ein thermoakustisches Phänomen).[2] Zwischen 1780 und 1790 besuchte er Sankt Petersburg. 1789 meldete er ein Patent auf ein billigen Zement an, bei dem er Kalkwasser statt Wasser verwandte. 1797 bis 1799 residierte er auf Jamaika, wo er die Rohrzucker- und Rumherstellung verbesserte.
Sein Neffe William Higgins arbeitete auch in seinem Labor und ab 1792 als Chemiker in Dublin.
Schriften (Auswahl)
- A philosophical essay concerning light. London 1776 (Digitalisat).
Literatur
- David Knight: Higgins, Bryan (c. 1741–1818). In: Henry Colin Gray Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861411-X; doi:10.1093/ref:odnb/13228 (Lizenz erforderlich), Stand: 23. September 2004.