Buch am Sand
Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld
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Buch am Sand (oberfränkisch ebenfalls Buch[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Buch am Sand liegt in der Gemarkung Leuchau.[4]
Buch am Sand Gemeinde Neudrossenfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 3′ N, 11° 27′ O |
| Höhe: | 314 m ü. NHN |
| Einwohner: | 56 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95512 |
| Vorwahl: | 09203 |

Geographie
Das Dorf liegt am rechten Ufer des Roten Mains und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Osten befindet sich der Buchleitenberg (385 m ü. NHN). Zwei Anliegerwege münden unmittelbar westlich in die Kreisstraße KU 16, die nach Dreschen (1,1 km nördlich) bzw. an Unterlettenrangen vorbei nach Langenstadt verläuft (1,3 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1284 als „Buch“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Grafen von Orlamünde schenkten dem Kloster Langheim zwei Höfe in Buch. Dem Ortsnamen liegt die Flurbezeichnung Buchenwald zugrunde.[6] 1877 wurde der Ort erstmals als „Buch a/Sand“ bezeichnet.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Buch am Sand aus 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Wohnhaus mit Zapfenschankgerechtigkeit), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Hof), das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Halbhof), der bambergische Langheimer Amtshof (4 Höfe) und die Kaplanei Creußen (2 Halbhöfe).[8]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Buch am Sand dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Gößmannsreuth und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Gemeinde in Leuchau umbenannt.[9] Am 1. Juli 1976 wurde Buch am Sand im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.[10]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Buch am Sand ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.[8][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Buch am rothen Mayn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 468 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 13–14.
- Georg Paul Hönn: Buch, am Rothen Mayn. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 233 (Digitalisat).
Weblinks
- Buch a.Sand in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Buch a.Sand in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 9. November 2020.
- Buch a.Sand im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 9. November 2020.