Buckautal

Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark, Land Brandenburg, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Buckautal ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Brandenburg und Teil des Amtes Ziesar.

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Wappen Deutschlandkarte
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Buckautal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buckautal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 14′ N, 12° 19′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 39,32 km²
Einwohner: 476 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14793
Vorwahl: 033830
Kfz-Kennzeichen: PM, BEL
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 089
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Friedrich-Engels-Str. 20
14793 Ziesar
Website: www.amt-ziesar.de
Bürgermeister: Mike Pokorny
Lage der Gemeinde Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Geographie

Buckautal liegt etwa fünf Kilometer südlich und östlich von Ziesar an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die Gemeinde liegt südlich des Fiener Bruches auf einem eiszeitlichen Sander. Auf dem Sand wachsen hauptsächlich Kiefern. Die Gemeinde erstreckt sich über zehn Kilometer und reicht vom Ortsteil Dretzen im Südwesten bis zum Ortsteil Steinberg im Nordosten. Beim Ortsteil Dretzen liegt der Truppenübungsplatz Altengrabow. Fließgewässer in der Gemeinde sind die namensgebende Buckau mit ihren Nebenflüssen Krummer Bach, Strepenbach, Litzenbach und Kirchenheider Bach.

Gemeindegliederung

Buckau, Dretzen und Steinberg sind Ortsteile der Gemeinde. Hinzu kommen die Wohnplätze Birkenreismühle, Kolonie Wittstock und Ziegelei.[2]

Geschichte

Im Jahr 946 wird Buckau erstmals als „Bucounici“ urkundlich erwähnt. König Otto I. schenkte damals den Honigzehnt der „urbs“ (lat.: Stadt) Buckau dem Moritzkloster in Magdeburg. Damit ist Buckau der älteste (urkundlich erwähnte) Ort des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Die Bezeichnung „urbs“ spricht für die damalige Bedeutung der Siedlung. Die Orte des heutigen Buckautal gehörten bis zu dessen Auflösung 1571 zum Hochstift Brandenburg, dem Fürstentum der Bischöfe des Bistums Brandenburg, deren Residenz sich im benachbarten Ziesar befand.[3]

Buckau hatte früher einen Burgwart, von ihm ist heute nur noch eine kreisrunde Stelle in der Feldmark nördlich des Dorfes von etwa 150 Meter Durchmesser übriggeblieben.

Buckau, Dretzen und Steinberg gehörten seit 1817 zum Kreis Jerichow I in der preußischen Provinz Sachsen und ab 1952 zum Kreis Brandenburg-Land im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die Gemeinde Buckautal entstand am 1. März 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Buckau und Dretzen. Am 1. März 2002 wurde auch die Gemeinde Steinberg eingegliedert.[4]

Fünf unbewohnte kleine Exklaven waren bis zum 12. November 2024 vom Gebiet der Stadt Möckern in Sachsen-Anhalt umgeben (eine von ihnen gehört zum Teil zu Buckautal und zum Teil zur Stadt Ziesar). Durch einen Staatsvertrag mit dem Land Sachsen-Anhalt wurden diese Exklaven der Stadt Möckern übergeben, während Möckern Gebiete an die Gemeinde Buckautal abgegeben hat.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Buckau ...
JahrBuckauDretzenSteinbergJahrBuckautal
18752952501932002580
19102952701932005529
19392962811812010515
19463543862542015492
19505433542512016496
19713212141792017489
19902341771442018488
19952741931402019487
20003121811312020490
20012931821332021488
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember[6][7][8], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Buckautal besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[9]

Weitere Informationen Partei / Wählergruppe, Stimmenanteil ...
Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
Heimatverein Buckau 55,2 % 5
Feuerwehrverein Steinberg 35,9 % 3
Einzelbewerber Holger Vieweg 8,9 % 0
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Bürgermeister

  • 2003–2014: Hans-Christian Krieger[10]
  • seit 2014: Mike Pokorny[11][12]

Pokorny wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 bei einem Gegenkandidaten mit 52,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.[13]

Sehenswürdigkeiten

Dorfkirche in Buckau
Gesundbrunnen

In der Liste der Baudenkmale in Buckautal und in der Liste der Bodendenkmale in Buckautal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bundesstraße 107 zwischen Ziesar und Wiesenburg durchquert den Ortsteil Buckau. Die Bundesautobahn 2, die in der Nähe des Ortsteiles Steinberg durch das Gemeindegebiet führt, ist über die Anschlussstelle Ziesar (ca. 9 km entfernt) zu erreichen.

Durch das Gemeindegebiet führte die Bahnstrecke Wusterwitz–Görzke mit den Haltepunkten Buckau (Landkr Brandenburg) und Birkenreismühle. Der Personenverkehr wurde 1973, der Güterverkehr 1994 eingestellt.

Energieversorgung

Bei Dretzen befinden sich seit 2005 zehn Windkraftanlagen vom Typ Fuhrländer FL 77 mit einer Leistung von je 1,5 MW und einem Rotordurchmesser von 77 m, die auf 111,5 m hohen freistehenden Stahlfachwerktürmen montiert sind.[15]

Commons: Buckautal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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