Streitkräfteamt

Kommandobehörde des Unterstützungsbereichs in der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Streitkräfteamt (SKA; bis 31. März 1975 Bundeswehramt (BwA)) ist eine Dienststelle der Bundeswehr mit Sitz in der Bundesstadt Bonn. Es ist eine Kommandobehörde auf Divisionsebene und dem Unterstützungskommando der Bundeswehr unmittelbar nachgeordnet. Es wird vom Amtschef, einem Generalmajor oder Konteradmiral, geführt.

Aufstellung1959
StaatDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Unterstützungsbereich
Schnelle Fakten Aufstellung, Staat ...

Streitkräfteamt
— SKA —
XX

Wappen des Streitkräfteamtes
Wappen des Streitkräfteamtes

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1959
Staat Deutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Unterstützungsbereich
Typ Kommandobehörde
Unterstellung Unterstützungskommando der Bundeswehr
Standort Bonn
Marsch Defiliermarsch (Carl Faust)[1]
Website SKA
Führung
Amtschef Generalmajor Oliver Kohl[2]
Stellvertretender Amtschef und Leiter Kommandobereich Brigadegeneral Michael Oberneyer[3]
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Aufgaben

Es nimmt Fachaufgaben für die gesamte Bundeswehr wahr. Darüber hinaus obliegt ihm die truppendienstliche Führung einer Vielzahl unterschiedlicher Dienststellen aus den zentralen Bereichen Personal, Ausbildung, militärische Vertretungen, Wissenschaft und Forschung. Diese Dienststellen sind im Wesentlichen der Ausbildung und Forschung, der internationalen Kooperation und der nationalen Vertretung zuzuordnen. zu den Fachaufgaben des Streitkräfteamtes gehören:

- die fachliche Verantwortung für die Bibliotheken der Bundeswehr,

- das Sammeln und Bereitstellen von Fachinformationen in und über die Bundeswehr

- die Prozessverantwortung für den Hauptprozess Organisation der Bundeswehr

- personelle Grundsatzforderungen

- Wehrpsychologie

- Geheimschutz[4].

Organisation

Dem Streitkräfteamt wurden im Rahmen der Umstrukturierung der Bundeswehr folgende Dienststellen unterstellt:[4]

Weitere Informationen Wappen, Dienststelle ...
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WappenDienststelle
Bundeswehrkommando USA und Kanada, Reston/US
Deutsche Delegation Großbritannien, Harefield
Deutsche Delegation Niederlande, Brunssum
Deutscher Anteil George C. Marshall Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien
Deutscher Anteil NATO School, Oberammergau
Integriertes Fach- und Ausbilderzentrum SASPF Bundeswehr, Aachen
Militärattachéstäbe (65)
Deutsche militärische Anteile im multinationalen Bereich
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Geschichte

Das Streitkräfteamt wurde am 15. Dezember 1959 als Bundeswehramt in Bonn in Dienst gestellt. Es war eine Zentrale Militärische Dienststelle, die dem Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr unterstand und selbst weitere zentrale militärische Dienststellen führte. Zum 1. April 1975 wurde es in Streitkräfteamt umbenannt.[5][6]

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Streitkräfteamt im Jahr 2013 dem Kommando Streitkräftebasis in Bonn unterstellt. Im Zuge dieses Unterstellungswechsels wurden einige Dienststellen, die noch dem Streitkräfteamt unterstellt waren, anderen Fähigkeitskommandos der Streitkräftebasis unterstellt. Mit Auflösung der Streitkräftebasis zum 1. April 2025 wechselte das Streitkräfteamt in den Unterstützungsbereich der Bundeswehr und wurde dem Unterstützungskommando der Bundeswehr unmittelbar unterstellt.

Amtschef

Weitere Informationen Nr., Name ...
Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
18 Generalmajor Oliver Kohl 28. September 2023
17 Generalmajor Franz Weidhüner 14. Dezember 2017 28. September 2023
16 Generalmajor Werner Weisenburger 29. August 2013 14. Dezember 2017
15 Generalmajor Thomas Wollny 28. September 2007 29. August 2013
14 Konteradmiral Christoph Diehl 19. Mai 2005 28. September 2007
13 Generalmajor Dieter Henninger 28. März 2001 19. Mai 2005
12 Generalmajor Winfried Dunkel 19. Januar 1995 27. März 2001
11 Generalmajor Manfred Eisele 1. April 1994 31. Dezember 1994
10 Generalmajor Roland Lankers 1. Oktober 1984 31. März 1994
09 Brigadegeneral Walter Hebben 1. April 1980 30. September 1984
08 Flottillenadmiral Günter Fiebig 1. Juni 1976 31. März 1980
07 Brigadegeneral Helmut Bapistella 1. April 1973 31. Mai 1976
06 Brigadegeneral Werner Boie 1. Oktober 1969 31. März 1973
05 Oberst i. G. Werner Kaminski 1. April 1968 30. September 1969
04 Oberst i. G. Rolf von Tresckow 1. Oktober 1965 31. März 1968
03 Oberst i. G. Heinz-Joachim Müller-Lankow 1. April 1964 30. September 1965
02 Oberst i. G. Günther von Below 1. Dezember 1960 31. März 1964
01 Oberst i. G. Bock 15. Dezember 1959 30. November 1960
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Ehemalig unterstellte Dienststellen

Siehe auch

Einzelnachweise

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