Butylat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Butylat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiolourethane, die 1954 von Stauffer Chemical eingeführt wurde.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Butylat
Allgemeines
Name Butylat
Andere Namen
  • S-Ethyl-N,N-diisobutylthiocarbamat
  • Sutan
Summenformel C11H23NOS
Kurzbeschreibung
  • farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch[1]
  • in technischer Qualität: bernsteinfarben[1]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2008-41-5
EG-Nummer 217-916-3
ECHA-InfoCard 100.016.289
PubChem 16181
ChemSpider 15357
Wikidata Q16724472
Eigenschaften
Molare Masse 217,37 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,94 g·cm−3[2]

Siedepunkt

137,5–138 °C (2,8 kPa)[1]

Dampfdruck

170 mPa (25 °C)[2]

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,3 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 332411
P: 273304+340+312[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Butylat kann durch Reaktion von Ethylchlorthioformiat, welches aus Phosgen und Ethylmercaptan zugänglich ist, und Diisobutylamin gewonnen werden.[5]

Verwendung

Geschätzte Ausbringungsmenge in den USA 1992

Butylat wird als selektives, systemisches Herbizid gegen Ungräser, insbesondere Hirse, und einige breitblättrige Unkräuter im Maisanbau verwendet.[1] Es gehört zu den Bodenherbiziden, die unmittelbar nach der Ausbringung in den Boden eingearbeitet werden müssen.

Es wirkt durch Hemmung der Lipid-Synthese; die Kulturpflanze Mais metabolisiert den Wirkstoff schnell, wodurch sie nicht geschädigt wird.[1]

Im Jahr 1992 wurden noch über 5.000 t in den USA eingesetzt, seitdem sank die jährlich eingesetzte Menge auf Null ab.

Zulassung

In der BRD war Butylat zwischen 1973 und 1990 zugelassen.[6]

In den Staaten der EU und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Einzelnachweise

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