Böbing

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Böbing ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rottenbuch. Böbing liegt in der Region Oberland.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Böbing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Böbing hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 45′ N, 10° 59′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Rottenbuch
Höhe: 744 m ü. NHN
Fläche: 40,31 km²
Einwohner: 1895 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 82389, 82380
Vorwahl: 08867
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 117
Gemeindegliederung: 22 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Klosterhof 42
82401 Rottenbuch
Website: www.boebing.de
Erster Bürgermeister: Peter Erhard (CSU/Junge Union/Part.fr.Wähler)
Lage der Gemeinde Böbing im Landkreis Weilheim-Schongau
Karte
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Böbing von Nordwesten

Gemeindegliederung

Es gibt 22 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

  • Ajamühle (Einöde)
  • Ammerhaus (Weiler)
  • Böbing (Pfarrdorf)
  • Bromberg (Einöde)
  • Bruckerhof (Einöde)
  • Faistenau (Einöde)
  • Geigersau (Weiler)
  • Grambach (Dorf)
  • Holzleithen (Weiler)
  • Kirnberg (Dorf)
  • Leithen (Weiler)
  • Lindau (Einöde)
  • Lugenau (Weiler)
  • Mühlegg (Weiler)
  • Osterwald (Gut)
  • Pischlach (Dorf)
  • Ruhe (Einöde)
  • Sprengelsbach (Weiler)
  • Thalmühl (Weiler)
  • Vorderkirnberg (Weiler)
  • Wimpes (Dorf)
  • Wörth (Einöde)

Es gibt nur die Gemarkung Böbing.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Der Name Böbing stammt von der Sippe eines Babo oder Bebo. Erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 935 mit dem Ortsnamen „Bebingoe“.[4] Später ging der Ort als Schenkung Welfs IV. an das nahegelegene Kloster Rottenbuch.[5] Das ist mit der Urkunde vom 27. Dezember 1074 belegt.[5] Böbing gehörte noch im Kurfürstentum Bayern zum Kloster Rottenbuch und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Rottenbuch.

Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde, die zum Landgericht Schongau gehörte.

Einwohnerentwicklung

  • Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1401 auf 1885 um 484 Einwohner bzw. um 34,6 %.
Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1840187119001925193919501961197019871991
Einwohner64375974694983513581086120713961426
Jahr19952000200520102015
Einwohner15371579169617651850
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  • Ab 1991: jeweils 31. Dezember;
    Quelle: Statistik Bayern[6]

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Peter Erhard (CSU/Junge Union/Parteifreie Wähler). Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Schauer sen. (CSU/Parteifreie Wähler).

Steuereinnahmen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2020 1.555 T Euro, davon waren 441 T Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).[6]

Wappen

Wappen von Böbing
Wappen von Böbing
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Kreuz, in Blau eine bewurzelte goldene Buche.“[7]
Wappenbegründung: Das Kreuz im Schildhaupt verweist als Symbol des heiligen Georg auf das Patrozinium der Pfarrkirche von Böbing. Die bewurzelte Buche wurde aus dem Wappen des Klosters Rottenbuch übernommen, mit dem Böbing vom 11. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 eng verbunden war. Böbing kam 1074 als erstes Ausstattungsgut an das von Herzog Welf IV. von Bayern gegründete Augustinerchorherrenstift und bildete bis 1803 eine Klosterhofmark. Auch das Patronatsrecht über die Pfarrkirche St. Georg lag seit 1270 bei Rottenbuch.
Böbing und Rottenbuch vom Hohen Peißenberg
Böbing von Norden
Böbing von Osten
Am Lugenauer See bei Böbing

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pestfriedhof Böbing

Neben der katholischen Kirche mit Lourdesgrotte in der Ortsmitte gibt es außerhalb in Richtung Schönberg einen kleinen Pestfriedhof. Dort wird der Pestopfer der Jahre 1643 gedacht. Laut einer Informationstafel findet jedes Jahr Mitte August eine kleine Prozession dorthin statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2020 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 213 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 82 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 756. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 75 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1903 Hektar.[6]

Verkehr

Böbing liegt an der Staatsstraße 2058 von Steingaden nach Weilheim. Der Ort ist mit der Buslinie 9651 des Regionalverkehrs Oberbayern erreichbar.[8]

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):[6]

  • 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
  • eine Volksschule mit vier Lehrern und 74 Schülern

Persönlichkeiten

Sonstiges

In Böbing gab es eine Band names „Babo de Bebo“, die sich in Anlehnung an den Ursprung des Ortsnamens so genannt hat.

Literatur

  • Ludwig Hailmeier: Kurze Geschichte der Pfarrei Böbing. Eigenverlag 1914
Commons: Böbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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