Bökenförde

Stadtteil von Lippstadt, Nordrhein-Westfalen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Bökenförde ist mit 1526 Einwohnern[2] ein Stadtteil von Lippstadt in Nordrhein-Westfalen.

Schnelle Fakten Stadt Lippstadt ...
Bökenförde
Stadt Lippstadt
Wappen von Bökenförde
Koordinaten: 51° 38′ N,  24′ O
Höhe: 95 m ü. NN
Fläche: 8,41 km²
Einwohner: 1526 (30. Juni 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59558
Vorwahl: 02941
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Lage

Bökenförde ist seit 1975 ein Ortsteil von Lippstadt und liegt etwa vier Kilometer in südöstlicher Richtung entfernt von der Kernstadt am Zusammenfluss von Gieseler und Pöppelsche.

Geschichte

Der Ortsname leitet sich von „Buchenfurt“ (siehe Furt) ab. Nach einem anderen Deutungsansatz bedeutet der Name „schlammige Furt“.[3] Bis 1956 wurde der Ortsname mit „ck“, Böckenförde, geschrieben und dann in „Bökenförde“ geändert.[4] Das ehemalige Gemeindewappen zeigt eine rote Buche, die im Wasser steht, was als sprechendes Wappen den Dorfnamen, die Buchenfurt, andeuten soll.

Die erste urkundliche Erwähnung des Orts war am 24. Oktober 1005,[5] als König Heinrich II. das Gut (predium) in „villa Puochincfurti“ (Siedlung Bökenförde) an den Paderborner Bischof Rethar schenkte; dieses Gut hatte Heinrich zuvor von seinem Hofkaplan Meinwerk, dem späteren Bischof von Paderborn (1009–1036), durch Schenkung erhalten.[6]

Katholische Kirche St. Dionysius
Feldkapelle Brünneken

Die Pfarrkirche St. Dionysius steht unter dem Patrozinium des hl. Dionysius von Paris. Sie ist eine romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert, die im 16. Jahrhundert um eine Marienkapelle erweitert wurde. Das Gnadenbild „Mutter der göttlichen Gnade“ (lateinisch: Mater divinae gratiae) wird seit dem 16. Jahrhundert in der Bökenförder Kirche verehrt.[7] 1670 ist erstmals dokumentiert, dass Bökenförde zu einem Wallfahrtsort geworden war.[8] Im Zuge der Neubelebung der Marienverehrung zu Beginn der 1860er Jahre wurden zahlreiche Bildstöcke und 1864 die Wallfahrtskapelle „Brünneken“ mitsamt Brunnen in der Bökenförder Feldflur geschaffen.[9] 1900 wurde die Kirche durch den Anbau eines neuen Chorraumes und zweier Sakristeien ein weiteres Mal erweitert.[7]

Bekannt ist das zu Bökenförde gehörende Wasserschloss Schwarzenraben, welches zwischen 1748 und 1765 nach den Plänen von Johann Matthias Kitz erbaut wurde.[10]

Am 1. Januar 1975 wurde Bökenförde durch § 45 Münster/Hamm-Gesetz nach Lippstadt eingemeindet.[11]

Vereinsleben

Unter den Vereinen Bökenfördes ist im Bereich des Sports der FC Alemania Bökenförde zu nennen. Weiterhin gibt es den Männergesangsverein, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, den Traditionsverein, den Kulturring, den Landwirtschaftlichen Ortsverein sowie einen Heimatverein und einen Schützenverein. Der Freiwilligen Feuerwehr Lippstadt gehört eine Löschgruppe in Bökenförde an.

Literatur

  • Dirk Ruholl (Hrsg.): Bökenförde. Ein Dorf an Gieseler und Pöppelsche. Dorfgeschichte 1005–2005. Im Auftrag des Heimatvereins Bökenförde, Bökenförde 2005.
  • Dirk Ruholl: 150 Jahre Schützenverein Bökenförde e. V. 1858–2008. Westfälische Schützentradition zwischen Lippe und Haarstrang. Schützenverein Bökenförde e. V., Bökenförde 2008.

Siehe auch

Einzelnachweise

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