Bönitz

Stadtteil von Uebigau-Wahrenbrück, Landkreis Elbe-Elster From Wikipedia, the free encyclopedia

Bönitz ist ein Ortsteil der Stadt Uebigau-Wahrenbrück im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Er befindet sich an der Bundesstraße 183.

Schnelle Fakten Stadt Uebigau-Wahrenbrück ...
Bönitz
Koordinaten: 51° 32′ N, 13° 18′ O
Höhe: 88 m
Fläche: 8,15 km²[1]
Einwohner: 214 (2019)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 27. September 1998
Eingemeindet nach: Wahrenbrück
Postleitzahl: 04924
Vorwahl: 035341
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Geschichte

Bönitz auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).
Bönitz
Hauptstrasse

Ortsgeschichte

Der Ort wurde 1202 urkundlich erstmals als Boimiz erwähnt.[2][3]

Laut einer Papsturkunde von 1253 gehörte Bönitz zu jener Zeit zum Kloster Dobrilugk.

1589 lebten 23 „besessene“ Mann mit ihren Familien im Dorf. Davon waren 17 Hüfner und 6 Gärtner. Alle waren dem sächsischen Amt Liebenwerda zinsbar. Das Dorf hatte einen eigenen Dingstuhl und ein freies Erbgericht als Lehngut.

Bönitz gehörte später zum sächsischen Amt Liebenwerda, welches 1816 im Landkreis Liebenwerda aufging. Im Liebenwerdaer Amtserbbuch aus dem Jahr 1505 erscheint der Ort als Bonewitz mit dreiunddreißig Hufen Land, vierzehn Hüfner und zwei Gärtner. Visitationsakten von 1529 geben für Bönitz siebzehn Hüfner und zwei Gärtner an.[4]

1835 zählte das Dorf 35 Wohnhäuser mit 201 Einwohnern. An Vieh wurden 48 Pferde, 185 Stück Rindvieh, 140 Schafe, 6 Ziegen und 30 Schweine gezählt.[5]

Am 27. September 1998 wurde Bönitz gemeinsam mit den Gemeinden Beiersdorf, Beutersitz, Saxdorf, Domsdorf, Kauxdorf, Marxdorf, Prestewitz, Rothstein, Wildgrube und Winkel in die Stadt Wahrenbrück eingemeindet.[6] Am 31. Dezember 2001 wurden Wahrenbrück und die Stadt Uebigau mit den Gemeinden Bahnsdorf, Drasdo sowie Wiederau zusammengeschlossen.[7]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Einwohnerentwicklung von Bönitz ab 1835 bis 2016, Jahr ...
Einwohnerentwicklung von Bönitz ab 1835 bis 2016[8]
JahrEinwohner JahrEinwohner JahrEinwohner JahrEinwohner
1835201 1939272 1985325 1994288
1875310 1946385 1989299 1995279
1890320 1950381 1990319 1996295
1910330 1964327 1991302 1997293
1925336 1971344 1992287 2016216[9]
1933294 1981336 1993290 2019214[10]
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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Bönitzer Dorfkirche
Kriegerdenkmal auf dem Friedhof

Bauwerke

Die 1545 erbaute Dorfkirche ist ein Putzbau mit barocken Fensteröffnungen. Sie befindet sich im Ortskern von Bönitz und steht unter Denkmalschutz. Die südliche Vorhalle stammt aus dem Jahr 1629, die einheitliche Ausstattung von 1628. Auf den gleichen Zeitraum wird auch eine Hufeisenempore mit bemalter Brüstung datiert. Im Westen der Kirche schließt sich ein freistehender, mit Biberschwänzen gedeckter Glockenturm an, der nur wenig höher ist als der eigentliche Kirchenbau. Da an der Kirche schwere bauliche Schäden auftraten, wurde die Bönitzer Kirche mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den letzten Jahren restauriert.[11][12]

Die 1875 erbaute Orgel der Kirche, welche nicht mehr bespielbar war, wurde 2004 überholt. Bei den von der Bad Liebenwerdaer Orgelbaufirma Voigt durchgeführten Restaurierungsarbeiten wurde die Orgel in alle Einzelteile zerlegt, neue Pfeifen eingesetzt und das Holzgehäuse gestrichen. Bereits zwei Jahre vorher war ein neuer Motor für den Blasebalg eingebaut worden.[13] In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche befindet sich auf dem Friedhof ein Kriegerdenkmal in Form einer Stele zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Dorfbewohner.

Ein Mehrzweckgebäude dient örtlichen Vereinen zur kulturellen Betätigung.

Sport

In Bönitz gibt es den Fußballverein SV Röderland 75. Dessen Männermannschaft spielt gegenwärtig[14] in der 2. Kreisklasse. Der Verein wurde 1975 im Bönitzer Mehrzweckgebäude als BSG Traktor Bönitz gegründet. 1991/92 erfolgte dessen Umbenennung und die Eintragung in das Vereinsregister des Kreisgerichtes Bad Liebenwerda.[15]

Persönlichkeiten

  • Jörg Junhold (geb. 26. März 1964) ist Zoodirektor in Leipzig. Er wuchs in Bönitz auf und ging hier zur Schule.

Literatur

  • Autorenkollektiv des MUG Brandenburg e. V.: Heimatbuch Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 1996.

Einzelnachweise

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