Böseneck
Ortsteil von Gefrees
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Böseneck ist ein Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Böseneck liegt in der Gemarkung Grünstein.[3]
Böseneck Stadt Gefrees | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 6′ N, 11° 43′ O |
| Höhe: | 471 m ü. NHN |
| Einwohner: | 64 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95482 |
| Vorwahl: | 09254 |
Geografie
Das Dorf liegt an der Ölschnitz und am Schleifenbach, der innerorts als rechter Zufluss in die Ölschnitz mündet. Die Staatsstraße 2180 führt zur Anschlussstelle 37 der Bundesautobahn 9 (1,4 km westlich). Die Kreisstraße BT 7 führt an Neubau vorbei, die A 9 unterquerend nach Streitau (2,2 km nördlich). Am Ortsausgang steht eine Winterlinde, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Die Kreisstraße BT 48 führt nach Gefrees (2 km östlich) bzw. nach Lützenreuth (2 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1406 als „ze Bessenecke“ erstmals urkundlich erwähnt.[5] Im 18. Jahrhundert gab es in der Ölschnitz bei Böseneck eine große Anzahl von Perlmuscheln, mit qualitativ hochwertigen Perlen.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Böseneck aus 9 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Gefrees zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Gefrees. Grundherren waren das Kastenamt Gefrees (2 Halbhöfe), das Stiftskastenamt Himmelkron (2 Höfe, 2 Halbhöfe) und das Amt Stein (2 Halbhöfe, 1 Gut).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand Böseneck dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Böseneck dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Gefrees und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Grünstein zugewiesen.[8] Am 1. April 1927 wurde Böseneck nach Gefrees eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Böseneck war rechts der Ölschnitz nach St. Johannes der Täufer (Gefrees) gepfarrt und links der Ölschnitz nach St. Jakobus der Ältere (Marktschorgast). Seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt und nach Gefrees gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Böseneck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 426 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Posseneck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 386 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Sabine Hafner: Gefrees 2035: Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die Stadt Gefrees. Gefrees 2019, S. 120–122 (Digitalisat [PDF; 48,4 MB]).
- Georg Paul Hönn: Pöseneck. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 284 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 84.
Weblinks
- Böseneck in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 7. Februar 2025.
- Böseneck in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 7. Februar 2025.
- Böseneck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 7. Februar 2025.