Bürserberg

Gemeinde im Bezirk Bludenz, Vorarlberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Bürserberg ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 617 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Bürserberg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Bürserberg
Bürserberg (Österreich)
Bürserberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorarlberg Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 13,73 km²
Koordinaten: 47° 9′ N,  47′ O
Höhe: 871 m ü. A.
Einwohner: 617 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 45 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6707
Vorwahl: 05552
Gemeindekennziffer: 8 01 07
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Boden 1
6707 Bürserberg
Website: www.buerserberg.at
Politik
Bürgermeister: Fridolin Plaickner
Gemeindevertretung:

12 Mitglieder (durch Mehrheitswahl 2025)

Lage von Bürserberg im Bezirk Bludenz
Lage der Gemeinde Bürserberg im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)BrandLechSonntagThüringen
Lage der Gemeinde Bürserberg im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Bürserberg (unten im Tal Blick auf Bludenz)
Bürserberg (unten im Tal Blick auf Bludenz)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Panorama des Skigebiets Tschengla auf dem Bürserberg
Das Kirchdorf Bürserberg (Matin) liegt noch im Schatten, die Tschengla bereits in der Sonne. Darüber Schillerkopf (links) und Mondspitze.

Geografie

Die Berggemeinde Bürserberg liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 871 Metern Höhe. Sie befindet sich am Eingang des Brandnertales – rund 5 km von Bludenz entfernt und ist eine in mehreren Terrassen gegliederte Hangsiedlung.

Bürserberg hat eine Fläche von 13,73 Quadratkilometer. Davon sind 56 Prozent bewaldet, 16 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche und 19 Prozent Alpen bzw. Bergweiden.[1]

Bekannt ist das Schesatobel, einer der größten Murbrüche Europas.

Gemeindegliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Bürserberg.

Nachbargemeinden

Nüziders
Nenzing Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bürs
Brand

Geschichte

Im Jahre 1347 erfolgte die Verleihung des Tales „Vallavier“ an zwölf Walserfamilien. Vermutlich haben sich zur selben Zeit auch Walser im oberen Bereich von Bürserberg niedergelassen. Im Jahre 1730 erfolgte die Einweihung der Pfarrkirche zum hl. Josef.[2]

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Ab 1830 wurde eine erste Straße unter Alois Negrelli erbaut. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Bürserberg seit der Gründung des Vorarlberger Landtages 1861.

Der Ort war von 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellten Republik Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Bürserberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
431
1880
 
451
1890
 
425
1900
 
393
1910
 
413
1923
 
385
1934
 
437
1939
 
415
1951
 
447
1961
 
447
1971
 
473
1981
 
479
1991
 
530
2001
 
544
2011
 
533
2021
 
557
2025
 
617
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 9,3 Prozent.

Von 1981 bis 1991 waren sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv. In den Jahren bis 2011 nahm die Abwanderung zu, und die Geburtenrate ging zurück.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Bürserberg

Steinkreise

Im Ortsteil Tschengla liegen die Steinkreise am Bürserberg[4]. Touristisch werden diese als „Kultplätze unserer Vorvorfahren“ vermarktet, als Ort, an dem „Menschen Kraft tanken und Heilprozesse in Gang setzen“ konnten.[5] Wissenschaftlich wird die Authentizität jedoch angezweifelt.[6][7]

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es 2003 11 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 144 Beschäftigten und 3 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 265.

Tourismus und Fremdenverkehr spielen eine wichtige Rolle für die Gemeinde. Seit den 1960er-Jahren ist der Ortsteil „Tschengla“ durch mehrere Skilifte erschlossen. Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 120.000 im Jahr 2010 auf 170.000 im Jahr 2019. Im darauffolgenden Jahr sank diese Zahl vermutlich wegen der COVID-19-Pandemie auf 120.000. Die Gäste verteilen sich auf eine kurze Winter- und eine längere Sommersaison.[8][9]

Verkehr

Bürserberg ist rund fünf Kilometer vom Bahnhof Bludenz und der Rheintal/Walgau Autobahn A14 entfernt. Bürserberg wird mit der Buslinie 580 bedient.

Bildung

In Bürserberg gibt es einen Kindergarten mit (Stand: 2020/21) 31 Kindern.[10]

Politik

Gemeindevertretung

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt.[11] Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.

Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz[12] einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.

Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.

Sitzverteilung nach den Wahlen

  • Gemeindevertretungswahlen 1985: Allgem. Bürgerliste 5, Unabh. Ortsliste 4.[13]
  • Gemeindevertretungswahlen 1990: Allgem. Bürgerliste 9.[14]
  • Gemeindevertretungswahlen 1995: Allgem. Bürgerliste Bürserberg 8, Unabhäng. Ortsliste Bürserberg 4.[15]
  • Mangels wählbarer Listen erfolgten die Gemeindevertretungswahlen 2000, 2005, 2010, 2015, 2020 und 2025 per Mehrheitswahl.[16][17][18][19][20][21]

Bürgermeister

  • 1945–1948 Andreas Schwald[22]
  • 1948–1950 Emil Schwald[22]
  • 1950–1951 Alfons Morscher[22]
  • 1951–1970 Emil Schwald[22]
  • 1970–1980 Karl Hartmann[22]
  • 1980–1995 Rudi Morscher[22]
  • 1995–2005 Karl Fritsche[22]
  • seit 2005 Fridolin Plaickner[22]

Wappen

Das Gemeinde-Wappen entstand im Jahre 1969 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.

Blasonierung: In Blau ein silberner Steinbockkopf über einem schwarzen Dreiberg.[23]

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

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