Bądy
Siedlung in Polen
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Bądy (deutsch Bunden) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
| Bądy | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Pasłęk | |
| Geographische Lage: | 54° 8′ N, 19° 43′ O | |
| Einwohner: | 61 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-400 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Sąpy/DW 505–Gibity ↔ Kawki | |
| Eisenbahn: | Bahnstrecke Malbork–Braniewo Bahnstation: Słobity | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Bądy liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 17 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Der kleine Ort Bunden[2] war schon in der Ordenszeit ein Dorf.[3] 1448 war sein Name im Zinsbuch der Komturei Elbing zu lesen. 1745 wurde es als königliches Bauerndorf mit 17 Feuerstellen, 1820 als ebensolches mit 29 Feuerstellen bei 108 Einwohnern erwähnt.
Im Jahre 1874 wurde Bunden als eine Landgemeinde in den neu errichteten Amtsbezirk Steegen (polnisch Stegny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.[4] 195 Einwohner zählte Bunden im Jahre 1910.[5]
Am 30. September 1928 vergrößerte sich Bunden um die – zunächst noch im Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) gelegenen – Nachbarorte Giebitten (polnisch Gibity) und Davids (Dawidy), mit denen es sich zur neuen Landgemeinde Bunden zusammenschloss.[4] Die Einwohnerzahlen der auf diese Weise gewachsenen Gemeinde beliefen sich im Jahre 1933 auf 252 und im Jahre 1939 auf 229.[6]
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, bekam Bunden die polnische Namensform „Bądy“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 wurden in Bądy 61 Einwohner gezählt.[1]
Religion
Bis 1945 war Bunden in die evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[7] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Preußisch Holland eingegliedert.[3]
Heute gehört Bądy zur katholischen Kirche St. Peter und Paul in Marianka im Bistum Elbląg sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda (Osterode i. Ostpr.) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Bądy liegt an einer Nebenstraße, die bei Sąpy (Sumpf) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und über Gibity (Giebitten) bis nach Kawki (Koken) führt.
Die nächste Bahnstation ist Słobity (Schlobitten) an der – jetzt allerdings nicht mehr regulär befahrenen – Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Abschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.
Trivia
Aus Bunden stammte Leon Zuckerkandl (1819–1899). Er war der Vater prominenter Kinder:
- Emil Zuckerkandl (1849–1910), Anatom und Anthropologe, nach ihm wurde u. a. das Zuckerkandl-Organ benannt
- Victor Zuckerkandl (1851–1927), Industrieller, Klinikgründer und Kunstsammler
- Robert Zuckerkandl (1856–1926), Jurist, Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer
- Otto Zuckerkandl (1861–1921), Urologe, Chirurg und Hochschullehrer
- Amalie Zuckerkandl, verh. Redlich (1868–1941), Kunstsammlerin
