Kollagen-Typ 4α3

Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

Kollagen Typ IV, alpha 3, auch bekannt als Alpha-3-Typ-IV-Kollagen, ist ein netzbildendes Kollagen, das im menschlichen Organismus vom Gen COL4A3 codiert wird. Typ-IV-Kollagen-Proteine sind integrale Bestandteile der Basalmembran, genauer der Lamina densa.

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Kollagen Typ IV, alpha 3
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Kollagen Typ IV, alpha 3
Andere Namen
  • Alpha-3-Typ-IV-Kollagen
  • Kollagen Alpha-3(IV)-Kette
  • Kollagen Alpha-3-Kette Typ IV
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 161.813 Dalton / 1.670 Aminosäuren
Isoformen 5
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Übergeordnetes Taxon Amniota, Clupeocephala
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 1285 12828
Ensembl ENSG00000169031 ENSMUSG00000079465
UniProt Q01955 Q9QZS0
Refseq (mRNA) NM_000091 NM_007734
Refseq (Protein) NP_000082.2 NP_031760.2
Genlocus Chr 2: 227.16 – 227.31 Mb Chr 1: 82.59 – 82.72 Mb
PubMed-Suche 1285 12828

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Funktion

Typ-IV-Kollagene sind hauptsächliche Bestandteile der glomerulären Basalmembran (GBM). Dabei bilden sie Maschendraht-Netzwerke (engl. chicken-wire meshworks) zusammen mit Laminine, Proteoglykane und Entactin/Nidogen. Ein Spaltungsfragment namens Turnstatin korrespondiert mit der COL4A3-Domäne. Außerdem reguliert das Turnstatin die Antiangiogenese- und die Antitumor-Aktivität. Diese Vorgänge könnten durch RGD-unabhängige ITGB3-vermittelte Mechanismen reguliert werden.[1]

Genstruktur

Das COL4A3-Gen beinhaltet 52 Exons und umfasst über 88 kb.[2] Außerdem besitzt das Gen zwei eng aneinanderliegende Transkriptionsstartpunkte.[3] Die Gene von COL4A3 und COL4A4 befinden sich auf codogenen Strängen des Chromosoms 2 und werden in entgegengesetzten Richtungen transkribiert. Das erste Exon vom Gen COL4A3, welches den Translationsstartpunkt enthält, wird durch die ersten zwei Exons des Gens COL4A4 um 372 und 5 kb separiert. Die Promotorregion, das von beiden Genen benutzt wird, ist aus dichten CpG-Dinukleotiden, GC-Boxen, CTC-Boxen und einer CCAAT-Box zusammengesetzt, aber beinhaltet keine TATA-Box.[4]

Erkrankungen

Mutationen in diesem Gen verursachen beispielsweise das Goodpasture-Syndrom. Dabei binden sich Autoantikörper an den Kollagenmolekülen in der Basalmembran der Lungenbläschen und Nierenkörperchen. Epitope, die diese Autoantikörper bilden, befinden sich hauptsächlich an der nicht-kollagenen C-terminalen Domäne des Proteins. Eine spezifische Kinase phosphoryliert Aminosäuren in derselben C-terminalen Region und die Expression dieser Kinase wird während der Pathogenese hochreguliert. Das Gen ist auch mit einer autosomal-rezessiven Form des Alport-Syndroms verbunden.[5][6]

Einzelnachweise

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