Calcidiol
chemische Verbindung, Hormonvorstufe von Vitamin D
From Wikipedia, the free encyclopedia
Calcidiol (auch Calcifediol, 25(OH)D, 25-HCC oder 25-Hydroxy-Vitamin-D) ist eine Hormonvorstufe (Vorläufer der aktiven Form von Vitamin D) im Vitamin-D-Stoffwechsel, die in der Leber durch die Vitamin-D-25-Hydroxylase aus Cholecalciferol gebildet wird.[3] In der Niere erfolgt weiterhin die Umwandlung zum Steroidhormon Calcitriol. Sowohl Calcidiol als auch Calcitriol wurden durch Michael F. Holick identifiziert.
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Calcidiol | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C27H44O2 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff[1] | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse |
Vitamin-D-Derivat | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 400,64 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut in Ethanol[1] | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Medizinische Bedeutung
Calcidiol bewirkt unter anderem die Förderung der Aufnahme von Calcium im Darm (aus der Nahrung) und der Resorption und Bewahrung von Calcium durch die Nieren.[4]
Der Calcidiol-Spiegel wird bestimmt, um den Vitamin-D-Status eines Patienten zu bestimmen.[5] Der Calcidiol-Spiegel weist in Deutschland typische saisonale Schwankungen auf. Die niedrigsten Calcidiol-Spiegel werden in den Monaten Februar und März gemessen und die höchsten Werte werden im August und September erreicht.[6] Strittig ist zurzeit noch der Grenzwert, der im Labortest einen Vitamin-D-Mangel anzeigt. Hier schwanken die Angaben der verschiedenen Autoren zwischen 10 ng/ml und 32 ng/ml.[7]
Arzneilich wird Calcifediol in der Behandlung der Osteoporose und Osteomalazie verwendet (Handelsname Dedrogyl).
Weblinks
- Vitamin D Physiology (englisch)