Calciumstannat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Calciumstannat ist eine anorganische chemische Verbindung des Calciums aus der Gruppe der Stannate mit der Formel CaSnO3.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Calcium Ion Struktur des Stannat Ions
Allgemeines
Name Calciumstannat
Andere Namen

Calciumzinntrioxid

Summenformel CaO3Sn
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12013-46-6
EG-Nummer 234-585-0
ECHA-InfoCard 100.031.428
PubChem 3084098
Wikidata Q16701694
Eigenschaften
Molare Masse 206,78 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

2,55 g·cm−3[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (< 0,5 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350412
P: 201280308+313[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Calciumstannat kann durch Auflösung von Zinn in Salpetersäure und Reaktion mit Calciumnitrat gewonnen werden.[2]

Sie kann auch durch Reaktion von Zinn(IV)-oxid mit Calciumoxid gewonnen werden.[3]

Ebenfalls möglich ist die Synthese durch Reaktion einer Lösung von Calciumchlorid und Zinntetrachlorid in Salzsäure mit Wasserstoffperoxid und Ammoniak in Wasser. Das entstandene und getrocknete Zwischenprodukt CaSnO2(O2)·3H2O, ein gemischtes OxidPeroxid, wird dann bei 900 bis 1200 °C zu Calciumstannat umgesetzt.[4][5]

Es sind auch noch weitere Syntheseverfahren bekannt.[6]

Es entsteht auch bei der Bleiraffination durch den Harris-Prozess.[7]

Eigenschaften

Calciumstannat ist ein weißer geruchloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Er kristallisiert mit orthorhombischer Symmetrie der Raumgruppe Pbnm (Raumgruppen-Nr. 62, Stellung 3)Vorlage:Raumgruppe/62.3 mit der Struktur von Perovskit.[2] Es sind jedoch noch weitere Kristallstrukturen bei hohem Druck bekannt.[4]

Verwendung

Calciumstannat wird als Additiv in Bariumtitanat-Keramikkondensatoren verwendet, um eine Verschiebung des Curie-Spitzenwertes zu erzeugen.[8] Es wird auch als Gassensor, Anodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkumulatoren, Katalysator und Photokatalysator eingesetzt.[2]

Einzelnachweise

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