Camille Rast

Schweizer Skirennläuferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Camille Rast (* 9. Juli 1999 in Vétroz[1]) ist eine Schweizer Skirennfahrerin. Sie ist auf die Disziplinen Riesenslalom und Slalom spezialisiert. Ihr bisher grösster Erfolg ist der Gewinn der Goldmedaille im Slalom bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2025 in Saalbach.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Camille Rast
Camille Rast (2019)
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 9. Juli 1999 (26 Jahre)
Geburtsort Vétroz, Schweiz
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Verein SC Vétroz
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Silber 2026 Mailand Cortina Slalom
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold 2025 Saalbach Slalom
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2017 Åre Slalom
Gold 2018 Davos Mannschaft
Silber 2019 Fassatal Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 22. Oktober 2016
 Einzel-Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 3. (2025/26)
 Riesenslalomweltcup 2. (2025/26)
 Slalomweltcup 2. (2025/26)
 Parallelweltcup 25. (2021/22)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 1 2 1
 Slalom 3 3 2
 Mannschaft 0 1 0
letzte Änderung: 18. Februar 2026
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Biografie

Rast begann mit dem Skifahren noch vor ihrem zweiten Geburtstag und nahm bereits als Fünfjährige an Rennen teil.[1] Im November 2015 trat sie im Alter von 16 Jahren erstmals zu FIS-Rennen an. Nach mehreren guten Ergebnissen folgten bereits zwei Monate später Einsätze im Europacup. Erstmals in die Punkteränge fuhr sie am 7. Januar 2016 beim Europacupslalom von Zinal. Eine Woche später gelang ihr der erste Sieg in einem FIS-Rennen. Zu Beginn der darauf folgenden Saison erhielt Rast im Alter von 17 Jahren ein Aufgebot für den Weltcup-Riesenslalom von Sölden am 22. Oktober 2016: Mit Startnummer 60 verpasste sie bei ihrer Weltcup-Premiere als 32. nur knapp die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Am 8. Dezember 2016 schaffte sie mit Platz 3 im Riesenslalom von Kvitfjell die erste Europacup-Podestplatzierung. Bei ihrem insgesamt fünften Weltcuprennen, dem Riesenslalom von Kronplatz am 24. Januar 2017, fuhr Rast überraschend auf den neunten Platz und gewann somit erstmals Weltcuppunkte.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2017 in Åre gewann Rast die Goldmedaille im Slalom, bei den Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Davos die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Einen grossen Teil der Saison 2017/18 konnte sie nicht bestreiten, da sie im Sommer zuvor an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war und eine längere Trainingspause einlegen musste.[2] In der Saison 2018/19 konnte Rast wieder an ihre alten Erfolge anknüpfen; sie wurde an den Juniorenweltmeisterschaften 2019 im Fassatal Zweite im Riesenslalom. Bei den Schweizer Meisterschaften zu Ende der Saison feierte sie vor Wendy Holdener den Meistertitel im Riesenslalom. Tags darauf stürzte sie kurz vor der Zieleinfahrt des Slaloms, riss sich ein Kreuzband und verletzte sich zudem am Meniskus. Ein operativer Eingriff erfolgte erst nach einer längeren Rehabilitation.[3]

Zu Beginn der Saison 2020/21 gab Rast ihr Comeback. Sie gewann zunächst ein FIS-Rennen und erzielte zwei Europacup-Podestplätze, während zählbare Ergebnisse im Weltcup zunächst ausblieben. Am 12. Januar 2021 fuhr sie im Weltcupslalom von Flachau mit der hohen Startnummer 57 auf den sechsten Platz und qualifizierte sich damit auch für die Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo, wo sie den achten Platz belegte. Am 11. Januar 2022 fuhr sie im Slalom von Schladming auf Platz vier; dieses Ergebnis egalisierte sie am 21. Januar 2024 im Slalom von Jasná.

Zu Beginn der Saison 2024/25 stand Rast am 23. November 2024 als Dritte des Slaloms von Gurgl erstmals auf dem Podest. Eine Woche später erreichte sie in Killington auch ihr erstes Podest in der Disziplin Riesenslalom. Am darauffolgenden 1. Dezember 2024 gewann Rast auf demselben Hang im Slalom ihr erstes Weltcuprennen.

Am 14. Januar 2025 feierte Rast im Slalom in Flachau ihren zweiten Weltcupsieg. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2025 in Saalbach wurde sie am 15. Februar in dieser Disziplin Weltmeisterin.[4] Zuletzt hatte 34 Jahre zuvor mit Vreni Schneider eine Schweizerin die WM-Goldmedaille im Slalom gewonnen.

In der Saison 2025/26 wurde Rast im Slalom in Courchevel am 16. Dezember 2025 Zweite hinter Mikaela Shiffrin.[5] Beim Riesenslalom auf dem Semmering am 27. Dezember 2025 stand sie als Zweite hinter Julia Scheib auf dem Podest.[6] Beim Slalom am darauffolgenden Tag musste sie sich nach der Führung im ersten Durchgang Shiffrin nur um 9 Hundertstelsekunden geschlagen geben.[7] Beim ersten Rennen im Jahr 2026 am 3. Januar feierte Rast im slowenischen Kranjska Gora ihren ersten Saisonsieg und gewann damit erstmals ein Weltcuprennen im Riesenslalom.[8] Am folgenden Tag konnte sie dort auch den Slalom vor Shiffrin, die sich erstmals in dieser Saison im Slalom geschlagen geben musste, für sich entscheiden.[9]

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina gewann sie am 18. Februar im Slalom die Silbermedaille. Sie musste sich nur Mikaela Shiffrin geschlagen geben.[10][11]

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcupwertungen

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Riesenslalom Slalom Parallel
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2016/1790.2935.29
2017/18117.943.9
2018/19120.849.8
2020/2152.10349.1020.93
2021/2238.23116.11920.10625.6
2022/2352.14531.4825.97
2023/2420.41220.1229.290
2024/256.73610.2443.492
2025/263.10492.5112.538
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Weltcupsiege

  • 12 Podestplätze in Einzelrennen, davon 4 Siege:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtLandDisziplin
1. Dezember 2024KillingtonUSASlalom
14. Januar 2025FlachauÖsterreichSlalom
3. Januar 2026Kranjska GoraSlowenienRiesenslalom
4. Januar 2026Kranjska GoraSlowenienSlalom
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Europacup

  • Saison 2016/17: 9. Gesamtwertung, 5. Slalomwertung, 8. Riesenslalomwertung
  • Saison 2021/22: 10. Riesenslalomwertung
  • 6 Podestplätze, davon 2 Siege:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtLandDisziplin
19. März 2017InnichenItalienSlalom
12. Dezember 2021AndaloItalienRiesenslalom
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South American Cup

  • Saison 2023: 5. Slalomwertung
  • 3 Platzierungen unter den besten fünf, davon 2 Podestplätze

Juniorenweltmeisterschaften

  • Åre 2017: 1. Slalom, 4. Kombination, 12. Riesenslalom, 14. Super-G
  • Davos 2018: 1. Mannschaftswettbewerb, DNF Slalom
  • Fassatal 2019: 2. Riesenslalom, 6. Slalom, 9. Alpine Kombination, 24. Super-G

Weitere Erfolge

Commons: Camille Rast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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