Camocim

Gemeinde im Bundesstaat Ceará, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Camocim ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Ceará im Nordosten des Landes. Sie liegt an der Atlantikküste im Nordwesten des Bundesstaates. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 65.000 geschätzt.[3]

Gründung29. September 1879[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Camocim, Symbole ...
Município de Camocim
Camocim

Küstengebiet
Camocim (Brasilien)
Camocim (Brasilien)
Camocim
Koordinaten  54′ S, 40° 51′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Ceará
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 29. September 1879[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Ceará
Região intermediária Sobral (seit 2017)
Região imediata Camocim (seit 2017)
Höhe 8 m
Gewässer Rio Coreaú
Klima tropisches Klima
Fläche 1.120,4 km²
Einwohner 65.251 (2025[2])
Dichte 58,2 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.camocim.ce.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 982.886 Tsd. R$
15.770 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,628 (2010)
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Geografie und Klima

Camocim liegt im Nordwesten des Bundesstaates Ceará auf einer Höhe von etwa 8 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich an der Mündung des Rio Coreaú in den Atlantik.

Das Klima ist tropisch mit hohen Temperaturen und saisonalen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 25 und 33 °C.[4] Die Landschaft ist geprägt von Küstenebenen, Dünen, Lagunen und Mangrovengebieten.

Geschichte

Das Gebiet wurde im 17. Jahrhundert durch portugiesische Kolonisatoren erschlossen. 1877 hieß die Region Barra do Camocim und gehörte zur Gemeinde Granja. Im Juni des folgenden Jahres ordnete Stadtrat João Lins Vieira den Bau einer Eisenbahnlinie nach Sobral an, um die Auswirkungen der Dürre zu lindern.[5] Die Eisenbahn und der lokale Hafen machte die Gemeinde zu einem wichtigen Punkt für den Export.

1879 wurde Camocim offiziell zur Gemeinde erhoben.[6] In der Folgezeit spielte die Stadt eine bedeutende Rolle im regionalen Handel, insbesondere durch den Export landwirtschaftlicher Produkte.

Camocim war einer der Hochburgen der Kommunistische Partei Brasiliens in Ceará. Am 24. Juni 1936 wurden zwei kommunistische Aktivisten von der Polizei erschossen; dieses Ereignis ging als Massaker von Salgadinho in die Geschichte ein. Die Partei zählte zu dieser Zeit über achthundert Mitglieder.[7]

Im 20. Jahrhundert verlor der Hafen und die Fischerei für die lokale Wirtschaft an Bedeutung, während der Tourismus an Einfluss gewann.

Demografie

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 65.000 Personen geschätzt. Über 70 Prozent der Bevölkerung sind ethnisch vermischter Abstammung.[8]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1960 28.963
1980 46.004
1991 51.035
2000 55.448
2010 60.158
2022 62.326
Volkszählungen
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Wirtschaft

Die Wirtschaft von Camocim basiert auf Fischerei, Tourismus, Handel und Dienstleistungen. Die Küstenlage macht die Gemeinde zu einem wichtigen Zentrum der Fischerei in der Region. Die Stadt verfügt über einen eigenen Hafen, der heute hauptsächlich für die Fischerei genutzt wird.[9]

Darüber hinaus gewinnt der Tourismus zunehmend an Bedeutung, insbesondere durch die Strände und Naturlandschaften der Umgebung.

Religion

Camocim gehört zum römisch-katholischen Bistum Sobral. Neben der katholischen Kirche sind auch evangelische Gemeinden vertreten.

Bilder

Commons: Camocim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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