Carbenicillin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Carbenicillin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carboxypenicilline. Es ist ein Racemat aus je D- und L-Isomer, welche in ihrer antibakteriellen Aktivität nicht unterscheidbar sind.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Carbenicillin
Allgemeines
Name Carbenicillin
Andere Namen
  • α-Phenyl(carboxybenzylpenicillin)
  • (2S,5R,6R)-6-[(RS)-2-Carboxy-2-phenylacetamido]-3,3-dimethyl-7-oxo-4-thia-1-azabicyclo[3.2.0]heptan-2-carbonsäure
Summenformel C17H18N2O6S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 225-171-0
ECHA-InfoCard 100.022.882
PubChem 20824
ChemSpider 19599
DrugBank DB00578
Wikidata Q1050019
Arzneistoffangaben
ATC-Code

J01CA03

Eigenschaften
Molare Masse 378,4 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit

gut löslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 317334
P: 261280342+311[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Es sind Syntheseverfahren zur Herstellung von Carbenicillin patentiert, bei denen Carbenicillin-Dinatrium durch eine mehrstufige Synthese erfolgt, die die Umsetzung von 6-Aminopenicillansäure in Ethylacetat enthält.[4]

Verwendung

Carbenicillin wurde in den 1960er Jahren entdeckt und als Antibiotikum verwendet.[2] Es ist ein halbsynthetisches Penicillin, das neben seiner Wirksamkeit gegen Streptokokken, Pneumokokken und Penicillinase-negative Staphylokokken auch eine antibakterielle Wirkung gegen viele Stämme von Escherichia coli, Proteus-Arten und Pseudomonas aeruginosa aufweist.[5][6]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Carbenicillin kann bei hoher intravenöser Dosierung beim Kaninchen charakteristische und tiefgreifende EEG-Veränderungen auslösen, die mit heftigen Myoklonien einhergehen. Im klinischen Einsatz beim Menschen wurden neurotoxische Nebenwirkungen jedoch nur bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beobachtet.[7]

Prodrugs

Die Ester des Carbenicillins, Indanyl-Carbenicillin (Carindacillin INN) und Phenyl-Carbenicillin (Carfecillin INN), wirken als Prodrugs.[8][9]

Einzelnachweise

Anmerkungen

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