Carhaix-Plouguer
französische Gemeinde
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Carhaix-Plouguer (bretonisch Karaez-Plougêr) ist eine französische Stadt in der Bretagne im Département Finistère mit 7412 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023).
| Carhaix-Plouguer Karaez-Plougêr | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bretagne | |
| Département (Nr.) | Finistère (29) | |
| Arrondissement | Châteaulin | |
| Kanton | Carhaix-Plouguer | |
| Gemeindeverband | Poher Communauté | |
| Koordinaten | 48° 17′ N, 3° 34′ W | |
| Höhe | 69–169 m | |
| Fläche | 25,81 km² | |
| Einwohner | 7.412 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 287 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 29270 | |
| INSEE-Code | 29024 | |
| Website | https://www.ville-carhaix.com/ | |
Mairie (Rathaus) von Carhaix-Plouguer | ||
Geographie
Geschichte
Carhaix geht auf das römische Vorgium zurück, das auch aus Ausgrabungen bekannt ist[1]. Es war die Provinzhauptstadt der Osismier. Die Siedlung besaß eine gallische Vorgängersiedlung, deren erste Reste aus dem 4. Jahrhundert stammen[2].
Die heutige Stadt entstand im Jahr 1956 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Carhaix und Plouguer.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2017 |
| Einwohner | 6065 | 7049 | 8210 | 8591 | 8198 | 7648 | 7667 | 7174 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Verkehr

Die südliche Grenze des Stadtgebiets bildet weitgehend der Canal de Nantes à Brest. Der Abschnitt von Brest bis Carhaix wurde 1836 eröffnet.
Der Bahnhof Carhaix war ursprünglich der Mittelpunkt eines ausgedehnten Netzes von Schmalspurbahnen, des Réseau Breton. Fast alle Strecken des Réseau Breton wurden 1967 stillgelegt und abgebaut. Lediglich die Strecke nach Guingamp wurde beibehalten und auf Normalspur umgespurt. Auf ihr verkehren Regionalzüge des TER Bretagne nach Guingamp.
Carhaix-Plouguer liegt im Schnittpunkt einiger überregionaler Verbindungsstraßen: der Nationalstraße N 164 und den Departementsstraßen D 764 (alte N 164), D 769 (ehemalige N 169) und D 787 (ehemalige N 787).
Die Flughäfen Brest (Aéroport de Brest Bretagne) und Lorient (Aéroport de Lorient-Bretagne-Sud) sind die nächsten Regionalflughäfen.
Sehenswürdigkeiten
- Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist die romanische Kirche Saint-Pierre in Plouguer, deren älteste Bauphasen aus dem 11. Jahrhundert stammen. Die Kirche des Heiligen Tremeur wurde im 14. Jahrhundert begründet, der heutige Bau stammt weitgehend aus dem 19. Jahrhundert.[3]
- Kirche Saint-Trémeur
Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Carhaix-Plouguer
- Kirche Saint-Pierre in Plouguer
- Kirche Saint-Trémeur
- Portal der Kapelle Sainte-Anne
- Couvent des Hospitalières
- Maison du Sénéchal, Tourismusbüro
Persönlichkeiten
- Théophile-Malo de La Tour d’Auvergne-Corret (1743–1800), "der erste Grenadier", ein bekannter Antiquar
- Maxime-Julien Émeriau de Beauverger (1762–1845), Admiral
- Loïc Le Flohic (1959–1998), Radrennfahrer
- Claude Michel (* 1971), Fußballspieler und -trainer
- Arnaud Le Gall (* 1980), Abgeordneter der Nationalversammlung
- Julien Mahé (* 1983), Basketballtrainer
Kultur
Seit 1991 ist Carhaix jährlich im Juli Veranstaltungsort für das mehrtägige Festival des Vieilles Charrues, das nach der Zahl der Zuschauer (240.000 im Jahre 2011) als größtes Musikfestival Frankreichs gilt.
Im Jahr 1999 wurde das erste und bislang einzige Diwan-Gymnasium von Relecq-Kerhuon (bei Brest) nach Carhaix-Plouguer verlegt.
Die Gemeinde ist der Charta Ya d’ar brezhoneg zur Förderung der bretonischen Sprache beigetreten. Sie war im Februar 2016 die einzige Gemeinde, die gemäß dieser Charta nach der höchsten Stufe 4 zertifiziert ist.
Gemeindepartnerschaften
Carhaix-Plouguer ist partnerschaftlich verbunden mit:
- dem südwestenglischen Seebad Dawlish
- Oiartzun im Baskenland, Spanien
- Waldkappel, Nordhessen, Deutschland
- Carrickmacross, Republik Irland
- Rijnwoude, Niederlande
- El Arroub, Palästina
Literatur
- Le Patrimoine des Communes du Finistère. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-039-6, S. 137–149.
Weblinks
- Ville de Carhaix-Plouguer bei cartesfrance.fr
