Carina Hermann
deutsche Politikerin (CDU)
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Carina Hermann (* 19. Dezember 1984 in Kassel) ist eine deutsche Politikerin (CDU), seit 2022 Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Landtagsfraktion.

Karriere
Hermann studierte Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen. 2010 legte sie die erste Prüfung, 2013 die zweite Staatsprüfung ab. Anschließend war sie Richterin am Amtsgericht Göttingen und am Landgericht Göttingen. Ab 2018 war sie im Niedersächsischen Justizministerium tätig, zunächst als persönliche Referentin von Ministerin Barbara Havliza, später als Referatsleiterin. Von 2021 bis 2022 war sie Büroleiterin des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Dirk Toepffer.
Seit 2020 ist Hermann Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Göttingen. Seit den Kommunalwahlen in Niedersachsen 2016 ist Hermann Mitglied des Stadtrates von Göttingen. Bei der Landtagswahl 2022 trat sie im Wahlkreis Göttingen-Stadt und auf Platz 20 der Landesliste an. Während sie im Wahlkreis der Grünen-Kandidatin Marie Kollenrott unterlag, zog sie über den Landeswahlvorschlag ins Parlament ein und wurde dort sogleich zur Parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU-Fraktion gewählt.
Seit dem CDU-Bundesparteitag im Mai 2024 ist Hermann Beisitzerin im CDU-Bundesvorstand. Auf dem Parteitag der CDU Deutschlands 2026 im Februar jenes Jahres wurde sie erneut als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt.[1]
Positionen
Im März 2026 besuchte Hermann mit einem anderen Kommunalpolitiker den Göttinger Buchladen „Rote Straße“. Dieser war zuvor von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von der Nominierungsliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen worden. Hintergrund waren mögliche Erkenntnisse über den Buchladen vom Verfassungsschutz im Bereich des Linksextremismus. Hermanns Besuch führte zu Kritik, auch innerhalb der CDU. Die AfD-Landtagsfraktion Niedersachsen kritisierte Hermanns Gespräche als „Solidaritätsbesuch“.[2]
Mitgliedschaften
Hermann ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[3]