Carl Breitfeld
Deutscher Elektrotechniker
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Carl Breitfeld (* 12. November 1868 in Prag; † 13. April 1934 ebenda[1]) war ein deutschböhmischer Techniker und Hochschullehrer.
Leben und Wirken
Er war der Sohn eines Maschinenfabrikanten (Breitfeld, Daněk & Comp.) aus Prag. Nach dem Besuch der ersten deutschen Staats-Oberrealschule in Prag[2] studierte er Elektrotechnik an der Deutschen Technischen Hochschule Prag und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1898 promovierte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Das Thema seiner Inaugural-Dissertation lautete Untersuchungen an einem Dreiphasenstrom-Transformator vom Typus der Allgemeinen Electricitäts-Gesellschaft in Berlin. Die Gutachter waren Alfred Kleiner und Heinrich Friedrich Weber. Danach arbeitete er als Ingenieur zuerst bei den Kraftübertragungswerken Rheinfelden AG und in einigen anderen Elektrizitätswerken. Nach seiner Habilitation 1918 an der Deutschen Technischen Hochschule Prag wurde er dort Privatdozent und 1920 außerordentlicher und 1924 ordentlicher Professor für theoretische Elektrotechnik. In der Ersten Tschechoslowakischen Republik war Breitfeld in den Jahren 1924/25 Dekan und 1928/29 Rektor der Deutschen Technischen Hochschule Prag.[3] In seiner Eigenschaft als Hochschulrektor hielt er auf dem 5. Deutschen Mathematiker- und Physikertag in Prag im September 1929 eine Ansprache.[4]
Er starb im Alter von 66 Jahren in Prag.[5]
Schriften (Auswahl)
- Untersuchungen an einem Dreiphasenstrom-Transformator vom Typus der Allgemeinen Electricitäts-Gesellschaft in Berlin. (Inaugural-Dissertation) Orell Füssli, Zürich, 1898 (Dissertation)
- Berechnung von Wechselstrom-Fernleitungen (= Elektrotechnik in Einzeldarstellungen, XVII). 2. Aufl., Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1922.
- Analysis von Grundproblemen der theoretischen Wechselstromtechnik. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1927 (Digitalisat).
Literatur
- Breitfeld, Carl. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). Band 2: Brann–Einslin. 2., überarbeitete und erweiterte Ausgabe, K. G. Saur, München 2005, S. 43.
Weblinks
- Eintrag im Biografický slovník českých zemí (tschechisch, fehlerhaft)