Ferdinand Karl Rothpletz
Schweizer Architekt
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Leben und Werk

Rothpletz studierte ab 1836 an der Königlichen Akademie in München bei Friedrich von Gärtner Baukunst.[1] Nach Abschluss der Studien kehrte er in die Schweiz zurück und war in den frühen 1840er Jahren vor allem in der Region Burgdorf tätig. Nach der erfolgreichen Bauleitung der Infanteriekaserne von Joseph Caspar Jeuch in Aarau wurde Rothpletz 1849 zum aargauischen Kantonsbaumeister gewählt, ein Amt, das er bis 1885 innehatte. In seine Amtszeit fiel, neben zahllosen Umbauten und Renovationen von Schul- und Pfarrhäusern sowie Kirchen, der Umbau des Aarauer Rathauses (1856–1857) und der Bau der Kantonalbank (1858–1860) und der Strafanstalt Lenzburg (1860–1864, nach Plänen von Robert Moser). Die Pfarrkirche St. Martin in Zufikon (1865–1868) ist sein einziger Kirchenneubau, es folgten die Psychiatrische Klinik in Windisch – ein Umbau der ehemaligen Abtei Königsfelden (1868–1972, nach eigenen Plänen) – sowie das Pestalozzi-Schulhaus in Aarau (1872–1875), die Alte Kavalleriekaserne dort (1877–1879). Als Spätwerke bekannt sind die Villa Fischer-Eichenberger (1881–1882) in Meisterschwanden und die Villa Walti (1883–1884, KGS-Nr. 9470) in Seon.
Das Staatsarchiv Aargau besitzt von Rothpletz rund 450 Pläne zu verschiedenen kantonalen Bauprojekten.
Literatur
- Edith Hunziker: Rothpletz, Karl Ferdinand. In: Isabelle Rucki, Dorothee Huber (Hrsg.): Architektenlexikon der Schweiz – 19./20. Jahrhundert. Birkhäuser, Basel 1998, ISBN 3-7643-5261-2, S. 458.
- Edith Hunziker: Ferdinand Karl Rothpletz. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Rothpletz, Ferdinand Karl. In: Register (= INSA Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920. Band 11). 2004, ISBN 3-280-05094-4, S. 234 (e-periodica.ch).
Weblinks
- Publikationen von und über Ferdinand Karl Rothpletz im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
