Carlene Carter

US-amerikanische Country-Sängerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Carlene Carter (* 26. September 1955 als Rebecca Carlene Smith in Nashville, Tennessee) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin.

Carlene Carter, 2016

Anfänge

Carlene Carter, die Tochter von June Carter und Carl Smith, führte in dritter Generation die Tradition der Carter Family fort. Nach der Heirat ihrer Mutter mit Johnny Cash wirkte sie bei Auftritten der Carter Family als Background-Sängerin mit.

Mit 16 Jahren heiratete sie Joe Simpkins; die Ehe wurde zwei Jahre später kurz nach der Geburt einer Tochter geschieden. Carter studierte einige Semester Musik, arbeitete kurz als Model und heiratete mit 19 Jahren John Routh. Auch diese Ehe wurde bald nach der Geburt eines Sohnes geschieden.

Karriere

Bereits 1974 sang Carter den Song Friendly Gates auf dem Album The Junkie and the Juicehead (Minus Me) ihres Stiefvaters Johnny Cash.[1] 1978 verbrachte sie kurze Zeit in Los Angeles, um dann nach London zu gehen, wo ihre erste Schallplatte, das rockorientierte Album Carlene Carter eingespielt wurde. Ein Jahr später heiratete sie den Musiker Nick Lowe, der ihre folgenden Alben Musical Shape und Blue Nun produzierte. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Rock und Country war sie aber ihrer Zeit voraus, und die Verkaufszahlen waren entsprechend schlecht. Sie zog sich daraufhin vorübergehend von der Musik zurück und wirkte in einem Theaterstück mit.

1987 schloss sich Carter der norwegischen Band CCCP an, die der Musiker Casino Steel gegründet hatte, nachdem seine alte Band Horton-Steel zerfallen war. CCCP mischte verschiedenste Stilrichtungen, weitere Mitglieder waren der spätere Asia-Sänger John Payne und die norwegische Sängerin Claudia Scott. Gemeinsam spielten sie ein Album mit Coverversionen mit dem Titel Let’s Spend the Night Together ein.

Ende der 1980er Jahre tat sich Carter privat und beruflich mit Howie Epstein zusammen, dem Bassisten von Tom Petty & the Heartbreakers. Die Ehe mit Lowe hielt bis 1990. Carter kehrte in die USA zurück, wo sie sich zunächst wieder der Carter Family anschloss. Im selben Jahr wurde nach vielen Jahren musikalischer Pause das Album I Fell In Love veröffentlicht, mit dem ihr der Durchbruch in der Country-Szene gelang. Verantwortlicher Produzent war Epstein, der auch einige Songs beisteuerte; Carter selbst schrieb einige Titel. Auch auf eine Komposition ihres Großonkels A.P. Carter wurde zurückgegriffen. Zwei Singleauskopplungen schafften es in die Country-Top-10. Auch das folgende Album Little Love Letters konnte an den hohen Qualitätsstandard anknüpfen.

Ihr vorerst letztes reguläres Album erschien 1995. Ein Jahr später wurde mit Hindsight 20/20 eine umfassende Kompilation veröffentlicht. 2001 wurde Carter in einem gestohlenen Sportwagen festgenommen; es wurde mehrfach wegen Heroinbesitzes gegen sie ermittelt. 2003 wurde sie zu 18 Monaten Bewährungsstrafe verurteilt.

Im Februar 2006 heiratete Carter in Cinnamon Hill auf Jamaika den Schauspieler Joseph „Joe“ Breen. Ab März 2006 gab sie wieder Konzerte in den USA und im Juli 2006 trat sie auf einem Country-Festival in Interlaken in der Schweiz auf. Auf diesen Konzerten konnten die Fans erstmals eine frühe Version ihres neuen Studioalbums Stronger kaufen, produziert von ihrem Halbbruder John Carter Cash. Im März 2008 erschien das Album in einer neuen Fassung, nun produziert von John McFee.

2014 veröffentlichte sie das Album Carter Girl, das sich musikalisch an die frühere Musik der Carter-Family anlehnt. Ab 2015 arbeitete sie mit dem Musiker John Mellencamp zusammen, zunächst als Gastsängerin auf dessen Plain Spoken-Tournee und 2017 schließlich mit dem gemeinsamen Album Sad Clowns and Hillbillies. 2019 wurde, von John Carter Cash das Album The Carter Family, Across Generation veröffentlicht, an dem Carlene maßgeblich mitgewirkt hatte.

Diskografie

Alben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1980 Musical Shapes US139
(6 Wo.)US
1990 I Fell In Love Coun­try19
(46 Wo.)Coun­try
1993 Little Love Letters US196
(1 Wo.)US
Coun­try35
(25 Wo.)Coun­try
1995 Little Acts Of Treason Coun­try65
(3 Wo.)Coun­try
2008 Stronger Coun­try69
(1 Wo.)Coun­try
Produzent: John McFee
2014 Carter Girl Coun­try40
(1 Wo.)Coun­try
Produzent: Don Was
2017 Sad Clowns & Hillbillies US11
(2 Wo.)US
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Weitere Studioalben

  • 1978: Carlene Carter
  • 1979: Two Sides Of Every Woman
  • 1981: Blue Nun
  • 1983: C’est C Bon
  • 2006: Stronger - Pre-Release (Produzent: John Carter Cash)

Livealben

  • 1994: Hurricane: Live at the Crazy Horse (Keine offizielle Veröffentlichung, der Verkauf ist offiziell gesperrt)

Kompilationen

  • 1996: Hindsight 20/20
  • 2007: The Platinum Collection

Singles

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 Coun­try
1979 Do It in a Heartbeat
Two Sides to Every Woman
Coun­try42
(8 Wo.)Coun­try
1980 Baby Ride Easy
Musical Shapes
Coun­try76
(5 Wo.)Coun­try
1990 I Fell in Love
I Fell in Love
Coun­try3
(21 Wo.)Coun­try
Come On Back
I Fell in Love
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
1991 The Sweetest Thing
I Fell in Love
Coun­try25
(17 Wo.)Coun­try
One Love
I Fell in Love
Coun­try33
(12 Wo.)Coun­try
1993 Every Little Thing
Little Love Letters
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
Unbreakable Heart
Little Love Letters
Coun­try51
(8 Wo.)Coun­try
1994 I Love You ’Cause I Want To
Little Love Letters
Coun­try50
(9 Wo.)Coun­try
Something Already Gone
Maverick O.S.T.
Coun­try43
(10 Wo.)Coun­try
1995 Love Like This
Little Acts of Treason
Coun­try70
(3 Wo.)Coun­try
Hurricane
Little Acts of Treason
Coun­try75
(1 Wo.)Coun­try
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zum Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
 
1995 Rockin’ Little Christmas
A Giant Country Christmas, Vol. 1
Coun­try66
(1 Wo.)Coun­try
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Weitere Singles

  • 1978: Never Together (But Close Sometimes)
  • 1978: Love Is Gone
  • 1979: Old Photographs
  • 1980: Ring of Fire
  • 1981: Oh How Happy (mit Paul Carrack)
  • 1981: Do Me Lover (mit Paul Carrack)
  • 1983: Meant It for a Minute
  • 1983: Heart to Heart
  • 1994: Sweet Meant to Be
  • 1996: He Will Be Mine
  • 2008: Bring Love
  • 2014: Little Black Train

Gastbeiträge

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1983 I Couldn’t Say No
Special Pain
US32
(12 Wo.)US
mit Robert Ellis Orrall
1989 Time’s Up
County Line
Coun­try26
(18 Wo.)Coun­try
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Videoalben

  • 1983: Carlene Carter: Live in London (Aufgenommen im Marquee Club)

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 1991: für das Album I Fell In Love
    • 1993: für das Album Little Love Letters
  • Norwegen Norwegen
    • 1994: für das Album Little Love Letters
  • Schweden Schweden
    • 1996: für das Album Little Love Letters
Weitere Informationen Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len), Gold ...
Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Kanada (MC)  Gold20! P100.000musiccanada.com
 Norwegen (IFPI) Gold10! P25.000ifpi.no
 Schweden (IFPI) Gold10! P15.000sverigetopplistan.se
Insgesamt   Gold4
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Commons: Carlene Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

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