Carrantuohill
Höchster Berg Irlands
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Der Carrauntoohil oder Carrantuohill [] (irisch Corrán Tuathail []) ist mit 1039 Metern der höchste Berg der irischen Insel. Er liegt im Südwesten der Insel im County Kerry und gehört zu den Macgillycuddy’s Reeks. Ein etwa fünf Meter hohes Metallkreuz ziert den Gipfel.
| Carrantuohill Corrán Tuathail | ||
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| Carrantuohill, Ostseite | ||
| Höhe | 1039 m ASL | |
| Lage | County Kerry, Irland | |
| Gebirge | Macgillycuddy’s Reeks | |
| Koordinaten | 51° 59′ 58″ N, 9° 44′ 34″ W | |
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| Besonderheiten | höchste Erhebung Irlands | |
Name
Die Ordnance-Survey-Ireland-Karten benutzen den Namen Carrauntoohil, auch die Schreibweisen Carrantoohil, Carrantouhil, Carrantuohill und Carrauntuohill kommen vor.
„Carrantuohill“ ist eine Anglisierung des irischen Ortsnamens. Dessen Etymologie ist unsicher. „Corrán Tuathail“ kann als „umgedrehte Sichel“ oder als „Sichel des Tuathal“ übersetzt werden (tuathal = Richtung entgegen der Sonne / des Uhrzeigers; Tuathal mit anderer Etymologie aber auch Vorname).[1]
Aufstiegsrouten
Der Berg wird meist von Norden vom Wanderparkplatz Cronins Yard entlang Hag’s Glen und über die steile wasserführende Devil’s Ladder und dann über den Südost-Grat bestiegen. Spezielle Gebirgsausrüstung ist nicht erforderlich. Trittsicherheit und gute Bergstiefel sind jedoch in der Devil’s Ladder angebracht. In den letzten Jahren ist die Aufstiegsroute durch lose Steine und Geröll gefährlich geworden (Stand 2005).
Ein schwieriger Anstieg "Brother O’Shea’s Gully" führt über den Nordwest-Grat bei dem zwei leichte Kletterstellen im I. Grad zu überwinden sind zum Gipfel.
Alpine Kletterrouten am Carrantuohill sind Pipits Ridge, Howling Ridge und Primroses Ridge. Howling Ridge gilt als eine der spektakulärsten und beliebtesten Kletterrouten des Landes. Die Route folgt dem mittleren von drei Graten hoch oben auf der zerklüfteten Nordostwand des Carrauntoohil. Links davon, getrennt durch Collins’ Gully, liegt Pipets Ridge und rechts davon Primroses Ridge.[2]
Die Route Howling Ridge beginnt an einem hoch gelegenen Aussichtspunkt, der als „Heavenly Gates“ (Himmelspforte) bezeichnet wird. Die Route verläuft über einen markanten, gezackten Grat, der sich von der Nordseite des Berges emporzieht und direkt bis zum Gipfel führt.[2]
Obwohl die Route lediglich mit UIAA-Grad III bewertet ist, setzt sie dennoch alpine Erfahrung voraus und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Die Wegfindung ist anspruchsvoll, das Gestein häufig brüchig, und der Grat verläuft stellenweise stark ausgesetzt.[2]
Die Erstbegehung der Route erfolgte im Februar 1987 durch die beiden einheimischen Bergsteiger Con Moriarty und John Cronin unter winterlichen Bedingungen.[2]
Die Wetterbedingungen sind wechselhaft. Bei Regen oder dichten Wolken ist ein Aufstieg gefährlich, da die Devil’s Ladder dann Wasser führen kann und extrem rutschig ist. Wegen falscher Ausrüstung verunglücken Touristen gelegentlich, auch tödlich.
