Cessna 421
zweimotoriges Geschäftsreiseflugzeug mit Kolbenmotoren
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Die Cessna 421 Golden Eagle ist ein leichtes zweimotoriges Propellerflugzeug des US-amerikanischen Herstellers Cessna. Sie stellt die mit einer Druckkabine ausgerüstete Variante der älteren Cessna 411 dar und bietet bis zu acht Passagieren Platz.
| Cessna 421 | |
|---|---|
Cessna 421 Golden Eagle | |
| Typ | Leichtflugzeug |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Cessna |
| Erstflug | 14. Oktober 1965 |
| Indienststellung | 1965 |
| Stückzahl | 1901 |
Geschichte
Der Prototyp der als Tiefdecker ausgelegten Cessna 421 absolvierte seinen Erstflug im Oktober 1965, die Auslieferung begann im Mai 1967. Das Flugzeug erhielt zwei Continental-GTSIO-520-D-Kolbenmotoren.
Seit 1969 existiert die verbesserte Version 421A. 1970 begann die Produktion der 421B mit größerer Spannweite und höherer Leistung. Die 421C von 1975 erhielt neue Tragflächen mit veränderten Tanks. Seit 1980 wurde die 421C mit einem überarbeiteten, ebenfalls einziehbaren Bugradfahrwerk ausgeliefert.
1985 stellte Cessna die Produktion von Propellerflugzeugen einschließlich der 421 ein, nachdem in den USA die Produkthaftung geändert worden war. Insgesamt entstanden 1901 Exemplare dieser Modellreihe.
Seitdem wurden einige Cessna 421 auf Turboprop-Antrieb umgerüstet und damit der Cessna 425 angeglichen.
Nutzung
Die Cessna 421 ist auch heute noch oft im Einsatz und erzielt hohe Preise auf dem Markt für Gebrauchtflugzeuge.
Militärische Nutzer
Zwischenfälle
- Am 29. Januar 1986 stürzte eine Cessna 421C Golden Eagle III der deutschen Ratioflug (Luftfahrzeugkennzeichen D-IEEP) nach dem Start von der Startbahn 15 des Flughafens Hamburg (BRD) aus einer Höhe von 250 Metern auf ein Feld und fing Feuer. Beide Insassen kamen ums Leben. Das Flugzeug wurde zerstört.[2]
- Am 16. April 1997 wurde eine Cessna 421C Golden Eagle III eines unbekannten deutschen Betreibers (Luftfahrzeugkennzeichen D-ICKE) an einem unbekannten Ort in Deutschland zerstört. Nähere Einzelheiten sind mangels eines ausführlichen Untersuchungsberichts im Januar 2026 nicht verfügbar. Über Personenschäden liegen keine Informationen vor.[3]
- Am 6. April 1998 kam es in einer privaten Cessna 421C Golden Eagle III (D-ICBK) auf dem Flug vom Flughafen Hamburg zum Flughafen Hannover zu einem Triebwerksbrand im linken Motor, der daraufhin ausfiel. Beim Versuch der Rückkehr zum Startflughafen stürzte die Maschine zwischen zwei Häusern in Hamburg-Niendorf ab. Der Pilot, einziger Insasse, kam ums Leben. Das Flugzeug wurde zerstört.[4]
- Am 13. Juli 2021 verunglückte eine Cessna 421C Golden Eagle III (N678SW) nach dem Start vom Flughafen Monterey (Kalifornien, USA). Vor dem Start stornierte die Pilotin einen von ihr eingereichten IFR-Flugplan und beantragte eine VFR-On-Top-Freigabe[5], die der Fluglotse erteilte. Nach einer Kurskorrektur nach dem Abflug vom Flughafen ging das Flugzeug in den Sinkflug über. Der Lotse gab zwei Warnungen wegen zu geringer Flughöhe aus, ohne dass die Pilotin darauf reagierte. Es gab keinen weiteren Funkverkehr mit der Pilotin. Das Flugzeug setzte den Sinkflug fort, bis es Bäume, Gelände und ein Wohnhaus etwa 1,6 km vom Abflughafen entfernt berührte. Beide Insassen kamen ums Leben.[6]
Technische Daten
| Kenngröße | 421C |
|---|---|
| Besatzung | 1–2 |
| Passagiere | 6–8 |
| Länge | 11,09 m |
| Spannweite | 12,53 m |
| Höhe | 3,49 m |
| Flügelfläche | 19,88 m² |
| Flügelstreckung | 7,9 |
| Leermasse | 2132 kg |
| Startmasse | 3382 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | 444 km/h |
| Reisegeschw. (7620 m) | 420 km/h (65 % Leistung, mittlere Beladung) |
| Dienstgipfelhöhe | 9205 m (4540 m einmotorig) |
| Reichweite | 2755 km bei ökonomischer Reisegeschwindigkeit in 7620 m mit 713 kg Treibstoff |
| Triebwerke | 2 × Continental GTSIO-520-L mit je 280 kW (380 PS) |