Charles Waldron
US-amerikanischer Schauspieler
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Charles Dieudonnee Waldron (* 23. Dezember 1874 in Waterford, New York; † 4. März 1946 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.
Leben
Charles Waldrons Eltern arbeiteten als Theaterschauspieler, wollten ihren Sohn jedoch nicht in diesem Beruf sehen, weshalb er zunächst als Bankangestellter arbeitete. Dennoch wurde er schließlich Schauspieler durch ein Angebot, für 20 Dollar die Woche die jugendliche Titelrolle in einer Bühnenproduktion von Die Abenteuer des David Balfour zu spielen. Die ersten neun Jahre seiner professionellen Schauspielkarriere verbrachte Waldron in reisenden Theatergruppen, wobei eine Tournee ihn bis nach Australien führte.[1] Im Dezember 1907 feierte er in dem von David Belasco produzierten Erfolgsstück The Warrens of Virginia seinen Einstand an den Broadway-Bühnen in New York. Anschließend übernahm Waldron bis zum Jahr 1945 Rollen in fast 40 Broadway-Produktionen, darunter vor allem ernste und dramatische Stoffe wie die Shakespeare-Tragödien, The Barretts of Wimpole Street sowie Madame X.[2]
Waldron hatte bereits im Jahr 1911 sein Filmdebüt in der stummen Kurzfilm-Komödie Big Noise Hank gegeben. Jedoch trat er erst ab Mitte der 1930er-Jahre regelmäßiger in Filmproduktionen auf, als er bereits über 60 Jahre alt war. Der inzwischen weißhaarige Charakterdarsteller verkörperte in Filmen wie Die goldene Peitsche, Die unvergessliche Weihnachtsnacht oder Stranger on the Third Floor vor allem Autoritäts- und Respektspersonen in Nebenrollen. So verkörperte er mehrfach Ärzte, Offiziere, Richter oder Pfarrer. Sein letzter von insgesamt über 60 Filmen ist sein heute wohl noch bekanntester: Im Film noir Tote schlafen fest trat er neben Humphrey Bogart in der Rolle des pensionierten Generals Sternwood – des altersschwachen Vaters von Lauren Bacalls Figur – auf.
Charles Waldron war von 1907 bis zu seinem Tod mit Alice May King (1885–1965) verheiratet, sie hatten eine Tochter sowie einen Sohn. Der Sohn Charles Waldron Jr. (1914–1952) war ebenfalls als Schauspieler tätig.[1] Charles Waldron verstarb im März 1946 im Alter von 71 Jahren und wurde im Forest Lawn Memorial Park (Glendale) beigesetzt.[3]
Filmografie (Auswahl)

- 1911: Big Noise Hank
- 1916: Mice and Men
- 1935: Das Tal des Todes (Wanderer of the Wasteland)
- 1935: Schuld und Sühne (Crime and Punishment)
- 1936: Der Garten Allahs (The Garden of Allah)
- 1937: Seekadetten (Navy Blue and Gold)
- 1937: Finale in St. Petersburg (The Emperor's Candlesticks)
- 1938: Die goldene Peitsche (Kentucky)
- 1938: They’re Always Caught
- 1939: On Borrowed Time
- 1938: Marie Antoinette
- 1939: Verrat im Dschungel (The Real Glory)
- 1940: Die unvergessliche Weihnachtsnacht (Remember the Night)
- 1940: Stranger on the Third Floor
- 1940: Dr. Kildare: Auf Messers Schneide (Dr. Kildare’s Strange Case)
- 1940: Der große Edison (Edison, the Man)
- 1940: Der Sohn von Monte Christo (The Son of Monte Christo)
- 1941: Mary und der Millionär (The Devil and Miss Jones)
- 1942: Gefundene Jahre (Random Harvest)
- 1942: The Gay Sisters
- 1943: Das Lied von Bernadette (The Song of Bernadette)
- 1944: Die Abenteuer Mark Twains (The Adventures of Mark Twain)
- 1944: Mission im Pazifik (Wing and a Prayer)
- 1944: Pinky und Curly (Once Upon a Time)
- 1945: Rhapsodie in Blau (Rhapsody in Blue)
- 1946: Weißer Oleander (Dragonwyck)
- 1946: Tote schlafen fest (The Big Sleep)
Weblinks
- Charles Waldron bei IMDb