Charlie McAvoy

US-amerikanischer Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Charles „Charlie“ McAvoy (* 21. Dezember 1997 in Long Beach, New York) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit April 2017 bei den Boston Bruins in der National Hockey League unter Vertrag steht. Mit der Nationalmannschaft der USA gewann der Verteidiger die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026.

Schnelle Fakten Vereinigte Staaten Charlie McAvoy, Draft ...
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Charlie McAvoy

Geburtsdatum 21. Dezember 1997
Geburtsort Long Beach, New York, USA
Größe 184 cm
Gewicht 94 kg

Position Verteidiger
Schusshand Rechts

Draft

NHL Entry Draft 2016, 1. Runde, 14. Position
Boston Bruins

Karrierestationen

2013–2015 USA Hockey National Team Development Program
2015–2017 Boston University
seit 2017 Boston Bruins
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Karriere

Charlie McAvoy wurde in Long Beach im Bundesstaat New York geboren und spielte in seiner Jugend unter anderem für die New Jersey Rockets in einer regionalen Nachwuchsliga. Mit Beginn der Saison 2013/14 wechselte der Verteidiger ins USA Hockey National Team Development Program (NTDP), die zentrale Talenteschmiede des US-amerikanischen Eishockeyverbands in Ann Arbor, Michigan. Mit den Junioren-Auswahlen des NTDP nahm McAvoy fortan am Spielbetrieb der United States Hockey League (USHL) teil, der höchsten Juniorenliga der Vereinigten Staaten, und vertrat sein Heimatland parallel dazu auf internationalem Niveau. So gewann er mit dem Team USA bei der World U-17 Hockey Challenge 2014 im Januar ebenso die Goldmedaille wie im Jahr darauf bei der U18-Weltmeisterschaft 2015. Nach zwei Jahren schied der Abwehrspieler altersbedingt aus dem NTDP aus und schrieb sich in der Folge zum Herbst 2015 an der Boston University ein. Für deren Terriers stand er fortan in der Hockey East, einer Liga der National Collegiate Athletic Association (NCAA) auf dem Eis. Als Freshman erzielte er dort 25 Scorerpunkte in 37 Spielen und wurde daraufhin am Ende der Saison ins All-Rookie Team der Hockey East berufen. Ferner debütierte er über den Jahreswechsel für die U20-Nationalmannschaft der USA, als er bei der U20-Weltmeisterschaft 2016 die Bronzemedaille errang. Nach dieser Spielzeit wählten ihn die Boston Bruins im NHL Entry Draft 2016 an 14. Position aus. Vorerst kehrte McAvoy jedoch für eine weitere Saison an die Boston University zurück, während der er mit dem Team USA U20-Weltmeister 2017 und ins Hockey East First All-Star Team gewählt wurde.

Im Anschluss an seine zweite College-Saison wechselte McAvoy probeweise (amateur tryout contract) zu den Providence Bruins, dem Farmteam der Boston Bruins aus der American Hockey League (AHL). Nach seinen vier ersten Profi-Einsätzen dort unterzeichnete der Abwehrspieler schließlich im April 2017 einen Einstiegsvertrag in Boston und gab nur wenige Tage später im ersten Spiel der Bruins in den Stanley-Cup-Playoffs 2017 gegen die Ottawa Senators sein Debüt in der National Hockey League (NHL).[1] Die Bruins unterlagen in der Serie mit 2:4; dies gab McAvoy jedoch die Gelegenheit, bei der Weltmeisterschaft 2017 sein Debüt für die A-Nationalmannschaft der USA zu geben. Bei dem Turnier erreichte er mit dem Team den fünften Rang. Im Jahr darauf gewann er mit dem Team bei der Weltmeisterschaft 2018 die Bronzemedaille und wurde zudem im NHL All-Rookie Team berücksichtigt.

Im September 2019 unterzeichnete McAvoy einen neuen Dreijahresvertrag in Boston, der ihm ein durchschnittliches Jahresgehalt von 4,9 Millionen US-Dollar einbringen soll. Im Oktober 2021 erhielt er dann einen weiteren Achtjahresvertrag bei den Bruins mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 9,5 Millionen US-Dollar, der mit Beginn der Saison 2022/23 in Kraft tritt. Anschließend steigerte er seine persönliche Statistik in der Spielzeit 2021/22 deutlich auf 56 Scorerpunkte aus 78 Partien und wurde anschließend ins NHL Second All-Star Team gewählt.

Im weiteren Verlauf gehörte McAvoy zum US-amerikanischen Aufgebot beim 4 Nations Face-Off 2025, wo man im Finale an der kanadischen Auswahl scheiterte. Sein Heimatland vertrat er ebenfalls bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand, wo das Team die dritte Goldmedaille nach 1960 und 1980 gewann. Im Finale setzte man sich nun 2:1 gegen Kanada durch.

Erfolge und Auszeichnungen

International

Karrierestatistik

Stand: Ende der Saison 2024/25

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt ± SM Sp T V Pkt ± SM
2013/14 USA Hockey NTDP USHL 34 4 6 10 +1 56
2014/15 USA Hockey NTDP USHL 23 3 16 19 +20 33
2015/16 Boston University NCAA 37 3 22 25 +10 56
2016/17 Boston University NCAA 38 5 21 26 +9 51
2016/17 Providence Bruins AHL 4 0 2 2 +3 4
2016/17 Boston Bruins NHL 6 0 3 3 −2 2
2017/18 Boston Bruins NHL 63 7 25 32 +20 53 12 1 4 5 +2 6
2018/19 Boston Bruins NHL 54 7 21 28 +14 45 23 2 6 8 +4 16
2019/20 Boston Bruins NHL 67 5 27 32 +24 41 13 1 3 4 −6 24
2020/21 Boston Bruins NHL 51 5 25 30 +22 38 11 1 11 12 +2 4
2021/22 Boston Bruins NHL 78 10 46 56 +31 66 6 0 5 5 +2 4
2022/23 Boston Bruins NHL 67 7 45 52 +29 54 7 0 5 5 −3 8
2023/24 Boston Bruins NHL 74 12 35 47 +4 86 13 1 5 6 −4 20
2024/25 Boston Bruins NHL 50 7 16 23 ±0 46
USHL gesamt 57 7 22 29 +21 89
NCAA gesamt 75 8 43 51 +19 107
NHL gesamt 504 60 240 300 +144 429 91 6 42 48 −5 84
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International

Vertrat die USA bei:

Weitere Informationen Jahr, Team ...
Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/− SM
2014 USA WHC Goldmedaille 6 1 2 3 0
2015 USA U18-WM Goldmedaille 7 0 4 4 +10 2
2016 USA U20-WM Bronzemedaille 7 0 0 0 +5 0
2017 USA U20-WM Goldmedaille 7 2 4 6 +6 14
2017 USA WM 5. Platz 8 0 1 1 +5 6
2018 USA WM Bronzemedaille 6 3 6 9 −1 4
2025 USA 4 Nations 2. Platz 2 0 0 0 +1 0
2026 USA Olympia Goldmedaille 6 0 0 0 +1 6
Junioren gesamt 27 3 10 13 16
Herren gesamt 22 3 7 10 +6 16
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Charlie McAvoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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