Chilepelikan

Art der Gattung Pelikane (Pelecanus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Chilepelikan (Pelecanus thagus)[1] lebt an der Pazifikküste von Peru und Chile, südlich bis zur Isla Mocha. Er galt lange Zeit als Unterart des Braunen Pelikans (Pelecanus occidentalis) und wurde erst 2007 als eigenständige Art vom South American Classification Committee anerkannt.[2] Außerhalb der Brutzeit kommen Chilepelikan und Brauner Pelikan an der Küste Perus teilweise sympatrisch im selben Gebiet vor. Bei Isla Santa Clara kommen nicht brütende Chilepelikane mit brütenden Pelecanus occidentalis murphyi, einer Unterart des Braunen Pelikans gemeinsam vor. Mischlinge zwischen beiden Taxa wurden nie festgestellt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Chilepelikan

Chilepelikan (Pelecanus thagus) im Prachtkleid

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Pelecaniformes
Familie: Pelikane (Pelecanidae)
Gattung: Pelikane (Pelecanus)
Art: Chilepelikan
Wissenschaftlicher Name
Pelecanus thagus
Molina, 1782
Schließen

Merkmale

Chilepelikane erreichen ausgewachsen eine Körperlänge (Schnabelspitze bis Ende Schwanzfedern) von 137 bis 152 Zentimeter und eine Flügelspannweite von 228 Zentimeter.[3] Sie wiegen bis zu 7 Kilogramm. Männchen werden etwa 15 bis 20 % schwerer als die Weibchen. Sie haben ein dunkles, eher graues als braunes Gefieder. Hals und Kopf ausgewachsener Vögel sind weiß. Die Schnabelspitze ist rötlich, die Gesichtshaut schwarz, die nackte Haut um die Augen rosa, der Kehlsack ist bläulich.[2][4]

Verbreitung

Verbreitung: Blau = Nicht-brütend, Violett = Ganzjährig

Diese Art kommt ausschließlich an der Westküste von Südamerika vor; an der Küste von Peru und Chile.[4]

Lebensweise und Gefährdung

Chilepelikane leben an Felsküsten und brüten dort in großen Kolonien. Ihr Bestand ist stark vom Nahrungsangebot, vor allem von der Südamerikanische Sardelle (Engraulis ringens) abhängig. Es gibt heute etwa 500.000 Exemplare. Dies ist allerdings nur ein Teil (etwa 30 %) der ursprünglichen Population, die durch den El Niño von 1998 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.[4]

Galerie

Commons: Chilepelikan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI