Christel Loetzsch

deutsche Opernsängerin (Mezzosopran/dramatischer Sopran) From Wikipedia, the free encyclopedia

Christel Loetzsch (* 1986 in Annaberg-Buchholz) ist eine deutsche Opernsängerin in der Stimmlage Mezzosopran.

Leben und Wirken

Christel Loetzsch legte das Abitur am Musikgymnasium in Karlsruhe ab.[1] Sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Ulrike Fuhrmann und Michael Lanskoi und erhielt 2012 ihr Diplom, nachdem sie zwischenzeitlich 2010 einen Studienaufenthalt am Mailänder Conservatorio Giuseppe Verdi verbracht hatte.[2] 2018 absolvierte sie ihren Meisterklassen-Abschluss bei Carola Guber an der Musikhochschule Leipzig.[3] Weitere Impulse erhielt sie in Meisterkursen und Unterricht bei Brigitte Fassbaender,[1] Gwyneth Jones,[3] Manfred Jung und Catherine Foster. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Weimar,[3] erhielt das Carl-Müllerhartung-Stipendium und das Stipendium des Cantilena-Gesangswettbewerbes der Jungen-Musiker-Stiftung-Bayreuth.

2012 debütierte Loetzsch als Zerlina in Don Giovanni in der Arena di Verona unter der Leitung von Daniel Oren in der Inszenierung von Franco Zeffirelli.[4] 2013 folgte ihr Debüt an der San Francisco Opera als Dorabella in Così fan tutte unter der Leitung von Nicola Luisotti.[5] Von 2012 bis 2014 war sie Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden. Dort sang sie unter anderem als Hänsel (Hänsel und Gretel), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Cherubino (Le nozze di Figaro) und Oberto (Alcina) sowie in den Neuproduktionen der Opern Simon Boccanegra, L'impresario delle Canarie und Moskau, Tscherjomuschki und arbeitete unter der Leitung von Dirigenten wie Christian Thielemann, Omer Meir Wellber und Constantin Trinks.

2015 wechselte Loetzsch ins Ensemble des Theater Gera-Altenburg mit zahlreichen Rollendebüts, darunter Octavian (Rosenkavalier), Maddalena (Rigoletto), Nancy (Martha), Ljubóff (Mazeppa) und Leokadja Begbick (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny).[1] 2018 übernahm sie als erste Wagner-Partie die Fricka im Ring des Nibelungen am Landestheater Niederbayern.[6] 2019 sang sie am Brüsseler Opernhaus La Monnaie/De Munt die Rolle einer der drei unheimlichen Schwestern in der Uraufführung der Oper Macbeth Underworld von Pascal Dusapin.[7] 2020 trat sie in der Philharmonie de Paris mit der Titelrolle in Dusapins Oper Penthesilea auf, begleitet vom Orchestre de Paris.[8]

In der Spielzeit 2024/25 gab sie ihr Rollendebüt als Herodias in der Neuproduktion von Richard StraussSalome am Nationaltheater Weimar.[9] Weiters sang sie Floßhilde in Pierre Audis Neuproduktion von Wagners Götterdämmerung am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel,[10] und debütierte an der Opéra national de Paris als Giovane Dante in Dusapins Il viaggio, Dante.[11] Diese Rolle hatte sie bereits bei der Uraufführung beim Festival d’Aix-en-Provence im Sommer 2022 unter der Leitung von Kent Nagano gesungen. Mit Nagano brachte sie bei der Dresdner Philharmonie Dusapins Oh mir!, einen Monolog aus Antigone, zur Uraufführung.[12] Außerdem gab sie ihr Rollendebüt als Judith in Claus Guths Neuproduktion von Herzog Blaubarts Burg bei den Tiroler Festspielen in Erl.[13]

Loetzsch war Lehrbeauftragte für Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bis Juli 2023.[14]

Diskografie

Einzelnachweise

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