Christian Gryphius

Pädagoge und Schuldramatiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Christian Gryphius (* 29. September 1649 in Fraustadt, Herzogtum Glogau; † 6. März 1706 in Breslau, Fürstentum Breslau) war ein deutscher Pädagoge und Schuldramatiker.

Leben

Christian Gryphius war der älteste Sohn des Barockdichters Andreas Gryphius und dessen Frau Rosina, geborene Deutschländer. Nach dem Studium der Philologie in Gotha, Jena und Straßburg wurde 1674 als Professor für Griechische Sprache und Latein an das Breslauer Elisabethgymnasium berufen. 1686 wurde er als Rektor an das Maria-Magdalenen-Gymnasiums, wo er ab 1699 zusätzlich die Leitung der Bibliothek übernahm.

Neben Gelegenheitsdichtungen entstanden hier eine Reihe umfangreicher gelehrter Werke sowie Schuldramen. Als Herausgeber bearbeitete er eine erweiterte Neuausgabe der Werke seines Vaters Andreas Gryphius sowie die erste Gesamtausgabe der Werke des Barockdichters Hans Aßmann Freiherr von Abschatz. Ein weitreichender Briefwechsel verband ihn mit vielen Gelehrten seiner Zeit. Er verstarb im Amt 1706 in Breslau.

Werke (Auswahl)

  • Kurtzer Entwurff der geistlichen und weltlichen Ritter-Orden. Leipzig 1697. (Digitalisat)
  • Poetische Wälder. Breslau 1698, Digitalisat.
  • Der Deutschen Sprache unterschiedene Alter und nach und nach zunehmendes Wachsthum. Breslau 1708.

Literatur

  • Gerhard Dünnhaupt: Christian Gryphius (1649–1706). In: Personalbibliographien zu den Drucken des Barock. Band 3. Hiersemann, Stuttgart 1990, ISBN 3-7772-9105-6, S. 1884–1912 (Werk- und Literaturverzeichnis)
  • Dietrich Eggers: Die Bewertung deutscher Sprache und Literatur in den deutschen Schulactus von Christian Gryphius. Meisenheim 1967
  • Paul Moser: Christian Gryphius. Würzburg 1936
  • Hermann Palm: Gryphius, Christian. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 81.
  • [Eintrag] Christian Gryphius. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., völlig neu bearbeitete Auflage. 18 Bände Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Band 6, S. 578–679.
  • Dietmar Peil: Das Sprichwort im Schulactus des Christian Gryphius. Proverbium 30, 2013, S. 227–253.

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